Freitag, 31. Januar 2014

2014 bis zu 50 Gigawatt Zubau

In jüngster Zeit mehrten sich die Hinweise, wonach der Photovoltaik-Weltmarkt vor einem neuen Aufschwung steht. Dennoch höchst erstaunlich ist eine Prognose, auf welche die deutsche Solarplattform solarserver.de hinweist. Zusammengefasst: Es geht steil bergauf, frühere Wachstumsraten von rund 20 Prozent jährlich scheinen wieder in Reichweite.


Der Geschäftsführer von Bloomberg New Energy Finance (BNEF, New York City, USA), Michael Liebreich (siehe Bild), hat eine Prognose für 2014 veröffentlicht. Er rechnet damit, dass wieder mehr in erneuerbare Energien investiert wird, da die Photovoltaik-Preise sinken. BNEF geht 2014 demnach von einem weltweiten PV-Marktvolumen von 44–51 GW aus und liegt damit an der Obergrenze bisheriger Vorhersagen. Liebreich rechnet außerdem damit, dass die “Zugangsgebühren” für die Stromerzeugung mit Photovoltaik in den USA und anderen Ländern steigen, ähnlich wie in Arizona, wo seit November 2013 Gebühren auf Solarstromanlagen erhoben werden, die am „Net Metering“-Programm teilnehmen. Derartige Gebühren hätten jedoch geringe Auswirkungen auf den Photovoltaik-Markt, so Liebreich. Dass die Investitionen in erneuerbare Energien anziehen werden, liege unter anderem daran, dass es mehr Bondfinanzierungen für Erneuerbare-Energien- und Energieeffizienz-Projekte gebe.

Liebreich spricht von einer „Phasenverschiebung“ und beschreibt damit die Art und Weise, wie komplexe Systeme sich oft sehr rasch verändern, sobald ein bestimmter Punkt erreicht ist. „Ich bin überzeugt, dass das Energiesystem an der Schwelle zu so einer Transformation steht, und 2014 werden sich viel mehr Menschen dessen bewusst werden“, so der Geschäftsführer. 

In den letzten Jahren habe es bereits viele Anzeichen dafür gegeben: „Die Kosten für Solar- und Windstrom haben sich den Kosten für herkömmlich erzeugten Strom angenähert oder lagen in vielen Teilen der Welt sogar ohne Förderung bereits darunter; Die Stromnetze sind in der Lage, viel mehr Strom aus erneuerbaren Energien zu integrieren als früher und so weiter. Wenn diese Punkte einmal überschritten sind, gibt es kein Zurück mehr.“ 

Artikel mit zehn Vorhersagen >  Internetseite von BNEF

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