Samstag, 18. November 2017

Lernen von China ?


China hat einen radikalen „Schlachtplan gegen die Klimaverschmutzung“ verabschiedet – wie die FAZ und die TAZ übereinstimmend berichten. Ein Kommentar des deutsche Energiepublizisten Franz Alt.




Erst war das Reich der Mitte der größte Klimasünder, jetzt aber entwickelt sich das kommunistische Land zum Vorbild – mit drastischen Maßnahmen, zu denen eine Jamaika-Koalition (in Deutschland) niemals den Mut hätte. Hunderttausende Arbeiter werden für vier Monate in den Zwangsurlaub geschickt, damit sich die Smogsituation verbessert. Fahrverbote? Diese sind in China schon längst Realität.

In vier Provinzen hat China den ehrgeizigsten und strengsten Maßnahmen-Katalog verkündet: In Hubei, Shenxi, Henan und Shangdong sowie in weiteren 28 Großstädten, zu denen auch Peking mit seinen 22 Millionen Einwohnern gehört. Damit sollen hohe Smogwerte wie in den Vorjahren vermieden werden. 

Die Werte lagen in Peking und Shanghai bis zum dreißigfachen über den Grenzwerten, was zu 1.6 Millionen frühzeitigen Toten geführt hat wie die kommunistische  Partei jetzt zur Rechtfertigung der Zwangsmaßnahmen bekannt gab. Staats- und Parteichef Xi: „Wir müssen die strengsten Umweltschutzmaßnahmen durchsetzen“.

Gegen den Smog und seine verheerenden Folgen gab es in den vergangenen Jahren tausende Volksaufstände. Die Partei ist zum Handeln gezwungen. Aufstände sollen in diesem Winter möglichst vermieden werden. Ob das klappt, ist fraglich. Fabriken und Kraftwerke produzieren zwischen November und April durch die bisher hohe Kohleverbrennung starke gesundheitliche Belastungen für hunderte Millionen Menschen. 70% des Stroms werden in China noch immer durch Kohle produziert. Jetzt hat die Regierung auch einen Bau-Stopp für Kohlekraftwerke beschlossen und mehrere hundert besonders alte Kohlekraftwerke still gelegt.

Außerdem wurden 44.000 kleinere Hochöfen geschlossen. In der Kohle-Hauptstadt Taiyan – nahe Peking – ist der Verkauf und der Transport von Kohle komplett verboten worden. In Peking darf auch auf dem letzten Hinterhof keine Kohle mehr verbrannt werden. 

7.000 Umwelt-Polizisten überwachen die neuen Vorschriften. Verstöße werden hart bestraft. Im ganzen Land wurden 176.000 Unternehmen, die noch Kohle verbrannt haben, über den Winter geschlossen. 

Greenpeace China hat vorgeschlagen, die in Zwangsarbeit geschickten Arbeiter in energieintensive Umrüstung von Gebäuden einzusetzen.  

Viele große Baustellen, die als Verursacher der Staubverschmutzung gelten, wurden ebenfalls dicht gemacht.

China nimmt die Umweltbelastung durch Kohle weit ernster als die deutsche Bundesregierung. Kann uns nur noch eine Öko-Diktatur retten? Vielleicht werden die Berliner Jamaika-Unterhändler mal einen Blick nach China. Zumindest ist China das neue Klima-Musterland.

Quelle: sonnenseite.com

Freitag, 17. November 2017

Tage der Sonne 2018


Der Herbst ist eingeläutet und damit beginnt auch die Jahresplanung für das kommende Jahr. Vergessen Sie dabei nicht, Ihre Veranstaltung für die Tage der Sonne schon fix im Kalender einzutragen. Wenn Sie gerne mehr Anhaltspunkte zur Realisierung eines Anlasses wünschen, stellen wir Ihnen auf unserer neuen Webseite eine Checkliste mit den wichtigsten organisatorischen Punkten zur Verfügung. So vergessen Sie garantiert keinen wichtigen Meilenstein, denn frühe Planung führt automatisch zu einem stressfreien Ablauf - damit die Tage der Sonne nicht nur Ihrem Publikum, sondern auch Ihnen Spass machen. 
Die Sonnenenergie ist weiter auf dem Vormarsch: Gemäss einem Bericht der Internationalen Energieagentur zu erneuerbaren Energien wuchsen 2017 die globalen Erzeugungskapazitäten von Photovoltaik so stark wie keine andere Energiequelle. Es wird davon ausgegangen, dass Solaranlagen auch in den kommenden Jahren das Wachstum anführen. Die Agentur teilte mit, dass man das Wachstum von erneuerbaren Energiequellen in der Vergangenheit stark unterschätzt habe. Laut IEA ist der Zubau von erneuerbaren Erzeugungskapazitäten im vergangenen Jahr auf 165 GW angewachsen, dabei entfielen 50 Prozent auf Photovoltaikanlagen, von denen rund die Hälfte in China errichtet wurden. Insgesamt rechnet die IEA mit einem Wachstum der erneuerbaren Kapazitäten von 1000 GW in den nächsten fünf Jahren. 
Das Potential für Sonnenenergie ist riesig, allerdings werden auch in der Schweiz bei Weitem nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Tage der Sonne sollen helfen, diese Entwicklung voran zu treiben. Leisten Sie einen essentiellen Beitrag und seien Sie bei den kommenden Tage der Sonne vom 25. Mai bis zum 3. Juni 2018 mit dabei.
Zur neuen Homepage von Tage der Sonne

Quelle: SSES

Dienstag, 14. November 2017

100 Prozent erneuerbarer Strom ist weltweit machbar

Eine weltweite Energiewende hin zu 100% erneuerbarer Stromversorgung ist nicht mehr nur eine reine Zukunftsvision, sondern greifbare Realität, welche durch die bahnbrechende neue Studie der Lappeenranta University of Technology (LUT) zusammen mit der Energy Watch Group (EWG), präsentiert wird. Die Studie wurde am 8 November 2017 während des Global Renewable Energy Solution Showcase Events (GRESS) im Rahmen der Klimakonferenz der Vereinten Nationen COP23 in Bonn präsentiert.
 
Die Studie liefert aufschlussreiche Ergebnisse: Ein weltweites Elektrizitätssystem das komplett auf erneuerbaren Energien basiert, schafft Versorgungssicherheit zu jeder Stunde über das komplette Jahr und dabei auch noch kosteneffizienter als das aktuelle Stromsystem, welches hauptsächlich auf fossilen Brennstoffen und Kernkraft basiert.

Das Potential erneuerbarer Energien und die dafür notwendigen Technologien, z.B. Stromspeicherungssysteme, sind in der Lage Elektrizität effizient und sicher zu erzeugen und damit den weltweiten Strombedarf bis 2050 ganzjährig zu jeder Jahresstunde zu decken[1]. Die mittleren Stromkosten für 100% erneuerbare Energie im globalen Durchschnitt belaufen sich im Jahr 2050 auf 52 €/MWh (dies beinhaltet Kosten für Abregelungen und Speicherung, sowie Netzkosten), im Vergleich dazu beliefen sich die mittleren globalen Stromkosten im Jahr 2015 auf 70 €/MWh.

„Eine komplette Dekarbonisierung des Elektrizitätssektors bis zum Jahr 2050 ist umsetzbar und dabei kostengünstiger als das heutige Stromsystem. Die Energiewende ist nicht länger eine Frage von technologischer Umsetzbarkeit oder wirtschaftlicher Rentabilität, sondern eine Frage des politischen Willens“ so Christian Breyer, Hauptautor der Studie, LUT Professor für Solarwirtschaft und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Energy Watch Group.
Eine Wende hin zu 100% erneuerbaren Energien würde die Treibhausgasemissionen im Stromsektor auf null reduzieren und die Energieverluste im Stromsystem drastisch verringern. Zudem würde es 36 Mio. Arbeitsplätze geben, 17 Mio. mehr als heutzutage im Stromsektor beschäftigt sind.

„Es gibt keinen Grund auch nur einen weiteren Dollar in fossile oder nukleare Energiegewinnung zu investieren.“ sagt Energy Watch Group Präsident Hans-Josef Fell. „Erneuerbare Energie bietet eine kosteneffiziente Stromversorgung. Alle Investitionspläne in Stromerzeugung mit Kohle, Kernkraft, Erdgas oder Erdöl müssen eingestellt werden und sollten umgelenkt werden in die Bereiche erneuerbarer Energie und die dafür notwendige Infrastruktur. Alles andere würde nur unnötige Kosten bedeuten und die Klimaerwärmung weiter verschlimmern.“

Die Schlüsselerkenntnisse der Studie:
  • Das Potential erneuerbarer Energien und der Technologien dahinter, inklusive Stromspeicherungssysteme, sind in der Lage Strom effizient und sicher zu erzeugen und damit den weltweiten Energiebedarf bis 2050 zu decken. Es wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung von 7,3 Mrd. auf 9,7 Mrd. Menschen anwächst. Daher wird auch der weltweite Energiebedarf im Energiesektor von 24.310 TWh im Jahr 2015 auf ungefähr 48.800 TWh im Jahr 2050 ansteigen.
  • Die durchschnittlichen Stromkosten (LCOE) für 100% erneuerbare Energien belaufen sich auf 52 €/MWh im Jahr 2050 (diese beinhalten Kosten für Abregelungen, Speicher- und Netzkosten), während es im Jahr 2015 noch 70 €/MWh waren.
  • Auf Grund von stark fallenden Kosten werden Photovoltaik und Batteriespeicherung die wichtigsten Pfeiler des erneuerbaren Energiesystems sein. Photovoltaik wird 69%, Windenergie 18%, Wasserkraft 8% und Bioenergie 2% des globalen Strommix im Jahr 2050 ausmachen.
  • Bis 2030 wird Windenergie 32% des Strombedarfs weltweit decken. Jedoch wird nach 2030 Photovoltaik wettbewerbsfähiger. Daher steigt der prozentuale Anteil von Photovoltaik im globalen Stromsektor von 37% im Jahr 2030 auf 69% im Jahr 2050.
  • Batterien stellen die Schlüsseltechnologie für Photovoltaik dar. 31% des globalen Strombedarfs im Jahr 2050 wird von Speichern abgedeckt, wovon wiederum 95% durch Batteriespeicher bereitgestellt wird. Batteriespeicher werden vor allem die täglichen Schwankungen ausgleichen, während Gas, aus erneuerbaren Energien erzeugt, die saisonale Speicherung decken wird.
  • Weltweit werden sich die Treibhausgasemissionen drastisch reduzieren, von ungefähr 11 GtCO2eq im Jahr 2015 hin zur emissionsfreien Energiegewinnung bis 2050 oder sogar früher, während die durchschnittlichen Stromkosten im Stromversorgungssystem sinken.
  • Die weltweite Energiewende hin zu 100% erneuerbaren Energien schafft 36 Mio. Arbeitsplätze bis 2050, im Vergleich zu 19 Mio. Arbeitsplätzen im Stromsektor im Jahr 2015.
  • Der Gesamtverlust eines 100% erneuerbaren Energiesystems beläuft sich auf rund 26% des gesamten Endenergiebedarfs. Im Vergleich dazu weist das aktuelle Stromsystem einen Verlust von rund 58% der Primärenergie auf. 
Die Studie „Globales Energiesystem basierend auf 100% Erneuerbarer Energie – Stromsektor“ wird tiefgreifende Auswirkungen für politische Entscheidungsträger und Politiker weltweit haben. Die Studie widerlegt ein oft von Kritikern der Energiewende zitiertes Argument, dass erneuerbare Energien nicht in der Lage wären Strom ganzjährig zu jeder Tageszeit zu liefern.

Die verwendete Modellierung, entwickelt von der LUT, ist bislang einzigartig und berechnet den kostenoptimierten Mix von Technologien auf Grundlage von lokal verfügbaren erneuerbaren Energieressourcen, wobei die Welt in 145 Regionen eingeteilt ist. Demnach wird ein kosteneffizienterer Pfad für eine Energieversorgung in jeder der 145 Regionen berechnet auf Grundlage einer stündlichen Auflösung für ein gesamtes Jahr.

Das Szenario der weltweiten Energiewende wird in 5-Jahres Abschnitten für den Zeitraum von 2015 bis 2050 berechnet. Die Ergebnisse wurden dann in neun Hauptregionen der Welt zusammengefasst, bestehend aus: Europa, Eurasien, Mittlerer Osten und Nordafrika, Sub-Sahara Afrika, Südasien, Nordost Asien, Südost Asien, Nordamerika und Südamerika.

Die Studie „Globales Energiesystem basierend auf 100% Erneuerbarer Energie – Stromsektor“ ist durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Stiftung Mercator ko-finanziert.

Finden sie hier die wichtigsten Erkenntnisse (auf Deutsch) und die Kurzfassung der Studie (auf Englisch).
Die komplette Studie (auf Englisch) finden Sie hier.
Eine Präsentation zu den globalen Ergebnissen und weitere Links zu Regionen und Ländern finden Sie hier.

Freitag, 10. November 2017

Potential der Solarthermie

Mit der Sonne lässt sich nicht nur Strom, sondern auch Wärme produzieren. Obwohl Solarwärme besonders geeignet wäre, um fossile Energiequellen zu ersetzen und damit einen Beitrag gegen die Klimakatastrophe zu leisten, steht sie deutlich weniger im Rampenlicht als die Photovoltaik zur Stromproduktion. An der Tagung wurde aufgezeigt, wie neue Märkte erschlossen werden können. 

Die Hälfte unseres Energieverbrauchs und 40% unseres CO2-Ausstosses werden durch den Wärmeverbrauch verursacht, hält die Medienmitteilung des Fachverbands Swissolar fest. Zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus der Ratifizierung des Pariser Klimaprotokolls muss die Schweiz deshalb massgeblich den Verbrauch von Öl und Gas für Raumwärme, Wassererwärmung und industrielle Prozesswärme reduzieren. Einerseits mit Verbrauchssenkungen durch Gebäudesanierungen, andererseits durch den Ersatz nichterneuerbarer Energien. Mit Solarenergie kann ein grosser Teil des verbleibenden Wärmebedarfs gedeckt werden.

An der 6. Solarwärmetagung, organisiert von Swissolar, suissetec und EnergieSchweiz, stand die Frage im Zentrum, wie neue Märkte für die Solarwärmenutzung erschlossen werden können. Bis anhin wurden Kollektoranlagen vor allem in Einfamilienhäusern verbaut – Solarunternehmer Adrian Kottmann (BE Netz AG) zeigte auf, dass diese Nutzungsform keineswegs ein Auslaufmodell ist. Besonders geeignet wären Sonnenkollektoren für das Warmwasser auf Mehrfamilienhäusern. Gerd Klemp von Halter Immobilien gab den anwesenden Praktikern nützliche Tipps, wie dieses Potenzial erschlossen werden kann.  

Wärmepumpen sind in allen Gebäudekategorien im Vormarsch, oft in Kombination mit Erdsonden. Fachleute warnen jedoch davor, dass deren steigende Dichte zur raschen Abkühlung des Erdreichs und damit zu steigendem Stromverbrauch führen wird. Inzwischen gibt es vielfältige Erfahrungen mit der solaren Regeneration von Erdsonden: Die Ergebnisse aus einem Pilotprojekt im Unterengadin wurden vorgestellt. Ebenfalls im Rahmen eines Forschungsprojekts der Hochschule Rapperswil wird untersucht, wie Solarwärme in der Industrie genutzt werden könnte. In anderen europäischen Ländern ist dies bereits vielfach erprobt, wie etwa in der grössten Brauerei Österreichs, wie Christoph Brunner vom Institut AEE aufzeigen konnte.

Auch Wärmeverbünde mit solarer Unterstützung sind in der
Schweiz bisher kaum bekannt. Ganz anders etwa in Deutschland, wo spezielle Kollektoren für diese Anwendung entwickelt wurden, wie Stephan Fintelmann von KBB Berlin erläuterte. Pionierarbeit leistet hingegen die Schweiz bei der solaren Wärmeproduktion an Fassaden: Architekt Beat Kämpfen bewies, dass aus einer Energieschleuder ein schönes Plusenergiehaus werden kann (siehe Bild und Solarmedia vom 11.Mai 2015).

Zur Nutzung des Solarwärmepotenzials braucht es geeignete politische Rahmenbedingungen. Hier sind an vorderster Front die Kantone gefragt, die gemäss Bundesverfassung hauptverantwortlich für den Energieverbrauch in Gebäuden sind. Hansruedi Kunz, Leiter der Abteilung Energie des Kantons Zürich, zeigte auf, was sich durch die Annahme der Energiestrategie änderte und wie die Kantone koordiniert den CO2-Ausstoss von Gebäuden senken möchten. Auch in diesem Zusammenhang wurde ein Blick über die Landesgrenze geworfen: Die EU möchte mit ihrem „Clean Energy Package“ nicht zuletzt die Solarwärme fördern, wie ein Vertreter des europäischen Solarwärmeverbands erläuterte. Er zeigte sich überzeugt, dass diese Entwicklungen auch die Schweizer Politik beeinflussen werden.

In seinem Schlusswort zeigte sich Nationalrat und Swissolar-Präsident Roger Nordmann zuversichtlich, dass mit dem Ja des Volks zur Energiestrategie 2050 der Grundstein für eine Vollversorgung der Schweiz mit erneuerbaren Energien gelegt wurde. Doch die nächste Nagelprobe stehe vor der Tür: „Bei der bevorstehenden Gesamtrevision des CO2-Gesetzes muss die Schweiz ihre Verantwortung bei der Bekämpfung der Klimakatastrophe wahrnehmen. Dazu ist sie dank innovativer Forschung und Industrie prädestiniert – dies gilt ganz besonders für den Gebäudebereich!“

Die Referate der Tagung sind nach der Veranstaltung zu finden unter www.swissolar.ch/sw2017
Twitter: #SWTagung17 

Donnerstag, 9. November 2017

Fast alles spricht für PV

Das Bundesamt für Energie (BFE) lässt regelmässig die Potenziale, Kosten und Umweltauswirkungen von Stromproduktionstechnologien untersuchen. Diese dienen sowohl als Grundlage für die Energieperspektiven als auch für das im neuen Energiegesetz vorgeschriebene Technologie-Monitoring. Hervorsticht Photovoltaik (PV!)

Die Studie, die vom PSI auch im Rahmen des Swiss Competence Center for Energy Research - Supply of Electricity (SCCER-SoE) und des Swiss Competence Center for Bioenergy Research (SCCER BIOSWEET) erstellt wurde, weist die Potenziale, Kosten und Umweltauswirkungen jeweils für den Zeithorizont von heute bis 2050 aus. Das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien (Systemaspekte) sowie externe Kosten (z.B. CO2-Kosten) wurden nicht untersucht. Im Vergleich zur Vorgängerstudie ist der Rahmen der vorliegenden Arbeit deutlich umfangreicher. Folgende Technologien wurden berücksichtigt: Gross- und Kleinwasserkraftwerke, Windturbinen (on- und offshore), Photovoltaik-Anlagen (PV), Verstromung von Biomasse, Geothermie-Kraftwerke (petrothermal), Wellen? und Gezeitenkraftwerke, Anlagen zur solarthermischen Stromerzeugung, Kernkraftwerke, Erdgas- und Kohlekraftwerke sowie Erdgas-Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen und ,neuartige" Technologien (hydrothermale Methanisierung von wässriger Biomasse, nicht konventionelle geothermale Technologien, Kernfusion und thermoelektrische Stromerzeugung zur stationären Abwärmenutzung). Während es bei den Potenzialen keine grösseren Unterschiede zur 2005er-Studie gibt, mussten die Kosten bei den fossilen Kraftwerken nach oben angepasst werden. Dafür werden heute die Kosten für Photovoltaik dank der schnelleren technologischen Entwicklung wesentlich tiefer eingeschätzt als 2005. Weiter beinhaltet die aktuelle Studie neu auch eine systematische Analyse der Umweltauswirkungen basierend auf Ökobilanzen.
 

Unter den erneuerbaren Energien in der Schweiz weisen Photovoltaik Anlagen für 2035 und 2050 das grösste Zubau-Potenzial auf (in der Studie wurden nur Dachanlagen berücksichtigt). Grosse Mengen an Photovoltaik-Strom aus dezentralen Anlagen, der unregelmässig anfällt, müssen jedoch mit geeigneten Massnahmen ins System integriert werden. Windenergieanlagen weisen ebenfalls ein beträchtliches Zubau-Potenzial aus, auf lange Frist (2050) auch die Stromproduktion aus Tiefengeothermie. Allerdings ist diese Option mit grossen technischen Unsicherheiten verbunden. Auch die Stromproduktion aus Biomasse kann zunehmen, vor allem, wenn ein grösserer Teil der in der Landwirtschaft anfallenden Gülle energetisch genutzt wird. Auch bei der Wasserkraft besteht ein gewisses Zubau-Potenzial, das jedoch sehr stark von den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt. 

Die Studie weist die Gestehungskosten für erneuerbare Stromproduktionsanlagen (hauptsächlich in der Schweiz) und für konventionelle Stromproduktionsanlagen, wie sie mittelfristig eher im europäischen Ausland als in der Schweiz gebaut werden, aus. Die Kosten für Wasserkraft, Holz-Kraftwerke, landwirtschaftliche Biogasanlagen und die fossile Stromerzeugung werden bis 2050 eher steigen, während die Gestehungskosten für Photovoltaik um die Hälfte sinken, bei Windenergie etwas weniger. Es wird angenommen, dass sich die Preise für Kohle und Erdgas, die wichtigsten Energieträger für die konventionelle Stromproduktion, bis 2050 um rund die Hälfte erhöhen werden.

Die Stromproduktion aus Wasser- und Kernkraftwerken sowie aus Windturbinen verursacht heute die geringsten Treibhausgasemissionen, Strom aus Kohlekraftwerken die höchsten. Treibhausgasemissionen von Gaskombi- und Kohlekraftwerken könnten in Zukunft mittels CO2-Abscheidung substanziell reduziert werden. Sowohl die Emissionen der Kernenergie, als auch jene der fossilen Stromproduktion könnten in Zukunft wegen schlechterer Verfügbarkeit der Energieträger Uran, Erdgas und Kohle steigen. Im Gegensatz dazu kann davon ausgegangen werden, dass die Umweltbelastung durch Strom aus anderen Quellen in Zukunft dank technologischer Fortschritte abnehmen werden.

Die Gesamtstudie liegt in englischer Sprache vor, mit ausführlichen Zusammenfassungen in Deutsch und Französisch. Eine kurze Zusammenfassung ,Potenziale, Kosten und Umweltauswirkungen von Stromproduktionsanlagen - Synthese" gibt es in deutscher, französischer, englischer und italienischer Sprache.

Quelle: Bundesamt für Energie 
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Sonntag, 5. November 2017

Grösste Ökostrombörse online

Seit 2009 schaffen Schweizer Ökostrombörsen einen Markt für Herkunftsnachweise für ökologischen Mehrwert (HKN) aus Schweizerischen Kraftwerken. Nun fusionieren die wichtigsten dieser Online-Plattformen unter www.oekostromboerse.ch zum grössten Handelsplatz. Hinter den drei fusionierenden Ökostrombörsen stehen Energie Zukunft Schweiz (EZS), die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) sowie die Aargauer AEW Energie AG (AEW) und Partner.

In der Schweiz gibt es inzwischen einige Online-Portale für den Handel mit Herkunftsnachweisen (HKN) für ökologische Mehrwerte. Das Angebot richtet sich insbesondere an private Betreiber, die mit Photovoltaik Strom auf dem eigenen Dach erzeugen. Die drei etablierten Ökostrombörsen solarstrom.ch (EKZ) oekostromboerse.ch (AEW) und oekostromboerse-schweiz.ch (EZS) legen nun ihre Plattformen zusammen und vereinheitlichen damit ihr Angebot für die Kunden. In knapp 200 Ausschreibungen wurden insgesamt schon mehr als 80 GWh in Form von ökologischen Mehrwerten gehandelt. Diese Menge entspricht dem Jahresverbrauch von rund 20'000 Familien. Derzeit sind 1‘200 Produzenten registriert.

Unter der bestehenden Domain oekostromboerse.ch entsteht damit der grösste Onlinemarkt für Herkunftsnachweise. Damit wird es für die Produzenten von Ökostrom noch einfacher, ihren ökologischen Mehrwert zu verkaufen. Der Webauftritt wurde optisch aufgefrischt und den Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Die gemeinsame Plattform dient auch als Basis für zukünftige Weiterentwicklungen.

Und so funktioniert eine Ökostrombörse: Energieversorger schreiben online aus, wie viele Herkunftsnachweise aus erneuerbaren Energiequellen sie in einem bestimmten Zeitraum benötigen. Produzenten registrieren sich auf der Internetplattform und nennen, welche Menge HKN sie zu welchem Preis anbieten. Nach Ablauf der Bietzeit erhalten die günstigsten Angebote den Zuschlag, bis die nachgefragte Menge gedeckt ist. 

Anschliessend werden Lieferverträge abgeschlossen und der Produzent erhält das Entgelt für seinen ökologischen Mehrwert direkt vom Energieversorger. Der Prozess ist digitalisiert und somit effizient für alle Parteien. Von den Ökostrombörsen profitieren alle Beteiligten: Stromproduzenten ohne kostendeckende Einspeisevergütung (KEV-Förderung) können effizient eine zusätzliche Einnahmequelle erschliessen und Investitionskosten decken. Kunden bekommen regionale, günstige und nachhaltig produzierte ökologische Mehrwerte. Und die Energieversorger können die immer grössere Nachfrage automatisiert zu attraktiven Konditionen decken. 

Donnerstag, 2. November 2017

Neuer Schub für Photovoltaik

Der Solar-Fachverband Swissolar ist zufrieden mit den heute Donnerstag vom Bundesrat veröffentlichten Verordnungen zur Energiestrategie. Sie schaffen die Voraussetzungen für eine Rückkehr zum Marktwachstum bei der Photovoltaik. Ein wichtiger Treiber werden dabei die Eigenverbrauchsgemeinschaften sein, deren Bildung stark vereinfacht wird. Auch die Neuregelung der Rückliefertarife für überschüssigen Solarstrom sowie die Ausweitung der Einmalvergütung auf Grossanlagen werden begrüsst.


Mit dem neuen Energiegesetz, das anfangs 2018 definitiv
in Kraft tritt, sollte es wieder vorwärts gehen mit der
Errichtung neuer PV-Anlagen - im Bild die Klosterkirche
von Uznach.
Die vom Volk am 21. Mai beschlossenen Gesetzesänderungen zur Energiestrategie 2050 treten auf Anfang 2018 in Kraft. Die mit Spannung erwarteten Ausführungsbestimmungen liegen nach dem heutigen Bundesratsbeschluss vor,  wie Swissolar in einer Medienmitteilung schreibt. Aus Sicht der Photovoltaik ergeben sich einige wesentliche Änderungen gegenüber heute. Von grosser Bedeutung sind die vereinfachten Regelungen zur Bildung von Eigenverbrauchsgemeinschaften (EnV Art. 14-18). Neu ist auch der Zusammenschluss von mehreren Parzellen zur gemeinsamen Nutzung des selbst produzierten Solarstroms möglich. Dies ermöglicht eine sehr hohe Eigenverbrauchsquote, was die Rentabilität entscheidend steigert. Dazu trägt auch bei, dass die bisher teure Strommessung durch den Energieversorger innerhalb der Eigenverbrauchsgemeinschaft wegfällt. Swissolar geht davon aus, dass viele Besitzer von neuen und bestehenden Mehrfamilienhäusern sowie Gewerbebauten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden.
 
Auch bei optimiertem Eigenverbrauch muss ein Teil des Solarstroms ans öffentliche Netz abgegeben werden. Gemäss EnV Art. 12 muss sich die Vergütung dieses Stroms nach den Kosten des Bezugs bei Dritten und den Gestehungskosten der eigenen Produktionsanlagen richten. Dies ist eine entscheidende Verbesserung gegenüber heute, wo nur die Bezugskosten bei Dritten, also in vielen Fällen der Spotmarktpreis für Strom, massgeblich sind. Extrem tiefe Rückliefertarife wie etwa im BKW-Versorgungsgebiet von 4 Rp./kWh dürften damit der Vergangenheit angehören. Neu sollten diese Tarife im Durchschnitt bei 7-8 Rp./kWh liegen, was die Rentabilität von Solaranlagen verbessert.

Von grosser Bedeutung ist auch die künftige Ausgestaltung der Förderung (Energieförderungsverordnung EnFV): Mit der Aufhebung der bisherigen Obergrenze von 30 Kilowatt steht die Einmalvergütung für alle Photovoltaikanlagen bis 50 Megawatt zur Verfügung. Sie deckt rund 30 % der Investitionskosten. In Kombination mit einem optimierten Eigenverbrauch können dank dieser Förderung viele der fast 38‘000 Projekte auf der KEV-Warteliste realisiert werden. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) wird nur noch an jene Projekte ausbezahlt, die vor Mitte 2012 angemeldet wurden.

Swissolar ist überzeugt, dass die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu einem Marktwachstum beitragen werden. 2016 schrumpfte der Markt aufgrund der unsicheren Bedingungen gegenüber dem Vorjahr um rund 20 %. Im laufenden Jahr ist eine leichte Erholung zu erwarten, und 2018 dürfte wieder die Schwelle von 300 Megawatt neu installierter Leistung überschritten werden. Dies ist dringend, um zeitig Ersatz für die wegfallenden AKW zu schaffen.

Quelle: swissolar.ch

Mittwoch, 1. November 2017

Weitgehend im Dunkeln

Immerhin rund drei Prozent der in der Schweiz jährlich verbrauchten Elektrizität stammen unterdessen aus Solaranlagen. Doch wer sich detailliert und zeitnah über die immer wichtigere Stromquelle informieren will, bleibt weit gehend im Dunkeln. 

Gut haben es immerhin die Produzenten von Solarstrom mit ihrer eigenen Anlage. Denn was da an Steuer- und Überwachungsmöglichkeiten unterdessen auf dem Markt ist, verwirrt schon fast durch die gebotene Vielfalt. Wie das im Alltag aussehen kann, zeigt etwa das Angebot von Energie 360° – früher bekannt als Gasversorgung von Zürich: Das Energieunternehmen hat mit Smartacus eine Lösung entwickelt, die Einfamilienhaus wie Mietwohnung zu einem intelligenten Heim verwandelt. Unterdessen ist es also nicht mehr nur das Einfamilienhaus, das von einer solchen Lösung profitieren kann – auch Mieter sind dabei, wenn der Vermieter denn will. In beiden Fällen wird der Energieverbrauch in Echtzeit analysiert, Stromfresser werden identifiziert und Energiesparmassnahmen aufgezeigt. Das hat für die Nutzer durchaus spielerische Komponenten – denkbar sind etwa Wettbewerbe zwischen verschiedenen Haushalten. 

Die ETH-Zürich gibt in ihrem Zukunftsblog allerdings zu bedenken: «Was bringen smarte Assistenten und intelligente Stromzähler, wenn sie der Mensch nicht richtig nutzt? Um etwa die Energiewende zu meistern, braucht es eine Kombination von digitalen Technologien und smartem Nutzerverhalten. Hier können die Sozialwissenschaften helfen.» Denn es sind die Haushalte, die immer mehr Energie verbrauchen – ja dort entscheidet sich letztlich das Schicksal der Energiewende. Sind sie bereit, ihre Daten durch die smarten Geräte verwalten zu lassen und dem Elektrizitätswerk zugänglich zu machen – oder verweigern sie im Namen des Datenschutzes jegliche Mitwirkung? 

Die Erfahrung der Hersteller und Programmierer solcher Systeme (bestehend aus Geräten und entsprechender Software) gehen dahin, dass mit der konkreten Anwendung die Akzeptanz seitens der Nutzer steigt, wie Evangelos Vrettos von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich bestätigt. Wichtiger noch seien aber Gesamtangebote, die alles aus einer Hand für den so genannten Prosumer (aus Produzent und Konsument von Energie) zugänglich machen. Hier sind die EKZ bereits im Geschäft. Sie verhelfen damit den Anwendern zu einem wesentlich erhöhten Grad der Selbstversorgung mit eigenem Solarstrom (Eigenverbrauch steigt von rund einem auf deren drei Viertel). Je nach Ausbaugrad des gesamten Systems lassen sich verschiedene Bereiche des Stromverbrauchs ansteuern – also neben  Waschmaschinen etwa auch eine Wärmepumpe. Womit sich der Kreis schliesst und der Strom nicht nur für die gängigen Anwendungen verwendet wird, sondern auch bei der Erzeugung von Wärme zum Einsatz kommt. Voraussetzung bildet stets ein Anschluss ans Internet, ausser etwa für die Verwendung eines Boilers oder für die einfachste Messung des Verbrauchs. 

Wohin die Reise gehen kann, zeigt ein Blick nach Japan: Für die Monitoring- und Steuerungsaufgaben setzt dort eine Photovoltaik–Anlage eine herstellerunabhängige Hard- und Softwarelösung, beispielsweise von Skytron Energy ein: die Datenlogger liefern minutengenaue Wetter- und Leistungsdaten aus allen Teilen der Anlage. Der großzügige Pufferspeicher hält die Datenerfassung über Wochen aufrecht – auch an Standorten mit unzuverlässiger Internetverbindung. 

Hierzulande sind neben den erwähnten Energieversorgern spezialisierte Technikhersteller im Geschäft, zum Beispiel die Swisscom-Tochtergesellschaft Energy Solution AG mit ihrem System Tiko Storage. Bereits realisiert wurde mit dem Anwenderpaket, dass Kunden für den Einsatz der Batterie zum Ausgleich von Netzschwankungen eine zusätzliche Vergütung erhalten. Spätestens diese mache das System bereits heute zum wirtschaftlichen Pluspunkt. Wer sich lieber mit Lösungen von kleineren Anbietern abgibt, wird fündig bei einem Schweizer Solarpionier der ersten Stunde. TNCall nennt sich das System von Thomas Nordmann aus dem zürcherischen Feldmeilen. Der Anspruch ist nicht weniger, als Energieeffizienz, die Nutzung der Photovoltaik, die Wärmeerzeugung und –verteilung sowie Elektromobilität und Batteriespeicher zu einem Gesamtsystem zu vereinen. Versprochen wird dabei nicht nur ein wesentlich erhöhter Anteil an selbst verbrauchtem Solarstrom (Eigenverbrauch), sondern auch eine Reduktion des Wärme- und des Stromverbrauchs im Gebäude um 20 bis 40 Prozent. 

Auf der aggregierten Ebene fehlen in der Schweiz sowohl Prognose- wie Auswertungs-Tools. Anders etwa in Deutschland, wo der weltgrösste Wechselrichter-Hersteller SMA (siehe Bild) bereits seit Jahren im Internet die tägliche Sonnenscheindauer und -intensität, unterschieden nach Regionen und mit einer zeitlichen Verzögerung von rund zwei Stunden, für alle einsehbar werden lässt. Wer als Unternehmen der Energiewirtschaft an aktuellen Live-Daten interessiert ist, erhält von SMA ein entsprechendes Angebot. Die Zukunft des Datenmanagements erneuerbarer Energien liegt allerdings im Prognosebereich. Denn all die smarten Geräte werden erst ihre Wirkung entfalten, wenn sie den Energieverbrauch gemäss der voraussichtlichen Verfügbarkeit von Strom steuern. Will zum Beispiel heissen: Geschirr- oder Textilwaschmaschine laufen automatisch erst dann, wenn die Sonne effektiv scheint – und dass sie am Folgetag auch wirklich scheint, muss das Steuergerät präzise vorweg nehmen. 

Nun ist das Wetter bekanntlich vor allem in den elektronischen Medien immer mehr eine reine Show-Veranstaltung. Heftige Winde, Stürme und Kälteeinbrüche spielen dabei eine zentrale Rolle – die es zu überdenken gilt. Wichtiger werden künftig zeitliche Intervalle und Intensität des Sonnenscheins, damit sich die Wirksamkeit der erneuerbaren Energien und insbesondere der Sonne als Energiequelle erst richtig entfaltet. Diverse Wetteragenturen und das Bundesamt für Energie sind gefordert.

Freitag, 27. Oktober 2017

Versorgung sicher gestellt

Die Schweiz werde bis 2035 ausreichend Strom zur Verfügung haben – sofern die Integration in den europäischen Strommarkt gelingt, die Energieeffizienz gesteigert wird und der Anteil an erneuerbaren Energien wächst. So lautet das Fazit einer Studie, welche Bundespräsidentin Doris Leuthard und Benoît Revaz, der Direktor des Bundesamts für Energie, am diesjährigen Infrastrukturtag des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vorgestellt haben. 

Ausgangspunkt der Tagung unter dem Titel „Strommarktdesign – die Herausforderungen“ war die Frage nach der langfristigen Sicherstellung der Stromversorgung mit den Voraussetzungen des heutigen Marktumfeldes. Die Stromversorgung der Schweiz müsse sicher sowie wirtschaftlich und umweltverträglich sein, sagte Bundespräsidentin Leuthard. Dabei sei der gegenwärtig tiefe CO2-Anteil am Schweizer Energiemix zu wahren, was einen Ausbau der erneuerbaren Energiequellen erfordere. Gestärkt werde die Versorgungssicherheit durch eine gute Vernetzung mit den Nachbarländern: „Es ist in unserem Interesse, beim Stromhandel grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. 

Wird die Zusammenarbeit innerhalb der EU institutionalisiert, könnte die Schweiz den Anschluss verlieren“, warnte die UVEK-Vorsteherin. Der Strommarkt der Zukunft muss überdies neue dezentrale Produktionen integrieren, Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, neue Akteure, Tarife und Zahlungssysteme möglich machen und der Innovation genug Raum verschaffen. Dafür brauche es etwa einen funktionierenden europäischen Emissionsmarkt, einen Abbau von Markthemmnissen, Speicherlösungen und einen Ausbau des Übertragungsnetzes, führte die Bundespräsidentin aus.

EU interessiert an Abschluss des Stromabkommens: Die europäische Perspektive brachte Oliver Koch ein, der stellvertretende Referatsleiter im Generaldirektorat Energie der EU-Kommission. Die Reformen und Umbrüche auf dem EU-Strommarkt – insbesondere die Umstellung auf erneuerbare Energien – seien im nationalen Alleingang kaum in bezahlbarer Weise zu bewältigen. Die enge Zusammenarbeit im europäischen Netzverbund könne sicherstellen, dass Strom jederzeit überall verfügbar sei – auch wenn im eigenen Land einmal nicht die Sonne scheine und kein Wind wehe, führte Koch aus. Mit der Umstellung auf erneuerbare Energien würden auch die Vorteile einer engeren Kooperation zwischen der EU und der Schweiz im Strombereich immer deutlicher. So können Stromimporte aus der EU dazu beitragen, die Umstellung auf erneuerbare Energien ohne Versorgungsengpässe zu bewältigen. Die EU profitiere ihrerseits von dem gut ausgebauten Schweizer Stromnetz und den zahlreichen Wasserkraftwerken, die bei ausbleibendem Wind oder Sonnenschein als Puffer dienen können. Erschwert werde die gemeinsame Nutzung des Verbundnetzes allerdings durch das Fehlen eines Stromabkommens. Da die Vorteile eines Abkommens aber Jahr für Jahr greifbarer würden, zeigte sich Koch zuversichtlich, dass es gelingen könne, ein solches Abkommen „zeitnah“ abzuschliessen.  

Für Benoît Revaz, den Direktor des Bundesamts für Energie, ist die heute publizierte Studie zur „System Adequacy“ eine wichtige Grundlage zur Beurteilung der Stromversorgungssicherheit. Die Studie zeige anhand mehrerer Entwicklungsszenarien, dass die Versorgungssicherheit bis 2035 gewährleistet ist. Dies gelte auch für den Fall, dass in der Schweiz und den umliegenden Ländern eine rasche Transformation in Richtung erneuerbare Energien erfolge. Die Schweiz habe auf absehbare Zeit kein Leistungsproblem, so dass ein Kapazitätsmechanismus weder sinnvoll noch notwendig sei. Die langfristige Versorgungssicherheit könne marktorientiert und im Verbund mit unseren Nachbarstaaten sichergestellt werden. Gemäss Revaz müsse das Ziel des neuen Marktdesigns die Stärkung des Marktes und die Integration in die umliegenden Märkte sein. Zur Stärkung der Marktsignale und der Effizienz sei die volle Marköffnung ein wichtiges Element. Um die Energieverfügbarkeit auch in extremen Situationen zu gewährleisten, sei zudem eine strategische Reserve als zusätzliches Sicherheitselement zu einem starken „Energy Only“-Markt zu prüfen.

Energieeffizienz auch in Zukunft zentral: Martin Patel, Professor für Energieeffizienz an der Universität Genf, referierte über die bereits in mehreren Ländern eingeführten Energieeffizienzverpflichtungen (EEO, „Energy Efficiency Obligations“). Es kann als ein System beschrieben werden, das eine Steuer mit Subventionen kombiniert: Die Energieversorger sind berechtigt, den Energiepreis ihrer Kunden um einen Aufschlag zu erhöhen, mit dem sie Energieeffizienzmassnahmen durchführen. Eine mit EEO operierende Energiepolitik könnte auch für die Schweiz von Interesse sein, sagte Patel – werde damit doch die stabile Finanzierung der Energieeffizienz in einem freien Markt abgesichert. EEO könnten sich eignen als eines der Instrumente, die den schrittweisen Übergang von einem Subventions- zu einem Anreizsystem ermöglichen.
Auf dem Podium diskutierten Yves Zumwald, CEO von Swissgrid, Thomas Sieber, Verwaltungsratspräsident der Axpo Holding AG, Regierungsrat Mario Cavigelli (GR), Präsident der Konferenz der kantonalen Energiedirektoren, Michael Wider, Präsident des Verbandes schweizerischer Elektrizitätsunternehmen sowie Renato Tami, Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Überzeugende Aktienrenditen

Die Vorgängersite von Solarmedia hat anfangs Jahr einen Anlagevorschlag siehe > präsentiert, basierend auf der Nachhaltigkeits-Analyse des Autors. Nun zeigt sich nach neun Monaten ein überzeugendes Resultat mit einer Rendite von über 20 Prozent. Allerdings dürfte es kaum so weitergehen.

So war ein vorgeschlagenes Portfeuille zu Jahresbeginn zusammengesetzt (zehn einzelne Aktien, die von Unternehmen mit einer besonders nachhaltigen Wirtschaftsweise stammen):


Die Analyse bezog mehrere Indikatoren ein und gewichtete sie unterschiedlich (in Tabelle: Wert Total) - wie folgt: Die Punktzahl der einzelnen Aktienbewertung ergibt sich aus einer gewichteten Berücksichtigung folgender Elemente (je von -3 bis +3 Punkte, maximal 24 - Börsenkurse stammen vom 23.1.2017):
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis = KGV  
  • Kennzahl aus Gewinnwachstum / KGV
  • Differenz zu Jahres-Höchstkurs sowie zu -Tiefstkurs
  • Börsenkapitalisierung des jeweiligen Titels
  • Einschätzung Nachhaltigkeit AVB
Am 26.10.17 ergab sich renditemässig folgendes Bild:

Vergrössern mit Klick auf Tabelle !
  
Zwei Titel mussten massive Abschläge verkraften - insbesondere der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex verlor trotz eines an sich guten Geschäftsgangs massiv an Wert. Alle anderen Aktien entwickelten sich aber positiv, einzelne wie die Schweizer Online-Bank Swissquote über alle Erwartungen - gesamthaft ergab sich eine Rendite von 21.66 Prozent. Besser abgeschnitten noch hat, das sei zugestanden, der Index der mittelgrossen Schweizer Unternehmen: der SMIM legte im Beobachtungszeitraum um gut 24 Prozentpunkte zu. Mit einem ETF auf diesen Index fährt man also zweifellos auch recht gut - zumal sich unter den vertretenen Aktien einige befinden, die einer Nachhaltigkeitsprüfung standhalten (wie etwa Swatch, Sonova, Helvetia, Temenos).  

Keinesfalls darf man aufgrund der Entwicklung der letzten Monate auf die nähere Zukunft schliessen. Dennoch dürften alle Firmen als nachhaltig gut aufgestellte Unternehmen auch für die Zukunft ein Investment wert sein - allerdings immer eingeordnet in eine umfassende Anlagestrategie. Dazu gehört insbesondere ein diversifiziertes Engagement, das negative Einzelereignisse, wie auch hier eingetreten, auszugleichen vermag. Für das kommende Jahr wird Solarmedia wiederum einen Anlagevorschlag präsentieren aufgrund einer erneuerten Analyse. 

Für weitere Auskünfte und allfällige Einordnungen in ein persönliches Portfolio (die individuelle Finanz-Situation bestimmt stets die konkrete Investitonstätigkeit) stehe ich gern zur Verfügung - siehe Angaben rechts unter «Rat zu Anlage und Vorsorge».

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Zubau schlägt alle Rekorde

Im Jahr 2017 wird der weltweite Photovoltaik-Zubau bei über 95 Gigawatt liegen. Das prognostiziert Bernreuter Research laut einem Bericht von pv-magazine.de. Dieser hält weiter fest:

Über 95 Gigawatt Photovoltaik-Zubau prognostiziert Bernreuther Research für das Jahr 2017 – nach 74 Gigawatt im Jahr 2016. Das starke Photovoltaik-Wachstum werde hauptsächlich vom massiven Installationsboom in China angetrieben, den kein Analyst zu Beginn des Jahres vorausgesehen habe. China hat Bernreuther Research zufolge in den ersten drei Quartalen bereits 42 Giagwatt Photovoltaik ans Netz angeschlossen. Das Marktforschungsinstitut geht davon aus, dass China 2017 die 50-Gigawatt-Grenze überschreitet. Indien spürt demnach bereits einen negativen Effekt der galoppierenden chinesischen Nachfrage, da hohe Modulpreise und stornierte Modul-Lieferungen aus China neben anderen Faktoren den Photovoltaik-Zubau in Indien seit der Jahresmitte gebremst hätten. Dennoch werde Indien beim Photovoltaik-Zubau mit neun Gigawatt zur Nummer drei hinter den USA mit 12,5 Gigawatt aufsteigen. In Japan erwartet Bernreuther Research sechs Gigawatt neu installierte Photovoltaik-Leistung im Jahr 2017.

Der Marktforschungsfirma zufolge würde das Polysilizium-Angebot sogar einen Zubau von 100 Gigawatt erlauben. Allerdings müssten dafür Lagerbestände des Rohstoffs reduziert werden. Bernreuter Research erwartet für 2017 einen globalen Polysilizium-Ausstoß von 460.000 bis 465.000 Tonnen, darin eingeschlossen sind 30.000 Tonnen sogenanntes Electronic-Grade-Material für die Halbleiterindustrie. Johannes Bernreuther geht davon aus, dass der Polysilizium-Spotpreis von gegenwärtig rund 16,60 US-Dollar pro Kilogramm bis zum Jahresende auf 14 bis 15 US-Dollar pro Kilogramm fallen wird, wenn Kapazitäten, die derzeit gewartet würden, wieder in Betrieb gegangen seien. Falls allerdings China im November höhere Zölle auf Polysilizium-Importe aus Südkorea erhebe, würde der Spotpreis wieder nach oben gehen.

Bernreuther Research schätzt unter Berücksichtigung des Zeitversatzes bei Produktion und Lieferung sowie der Lagerbestände in der Wertschöpfungskette, dass die Photovoltaik-Produktion 2017 bei 100 Gigawatt kristallinen Solarzellen und fünf Gigawatt Dünnschichtmodulen liegt. Der Zubau liege nur bei 95 bis 97 Gigawatt, da mehrere Gigawatt an Solarmodul-Lieferungen in die USA für Installationen im nächsten Jahr gehortet würden, um drohende Zölle auf Zell- und Modulimporte zu vermeiden.

Quelle:  pv-magazine.de  

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Freitag, 20. Oktober 2017

Solarpreisträger im Bild

Am Donnerstag hat Solarmedia die Liste der Gewinner des diesjährigen Solarpreises in der Schweiz publiziert (siehe Solarmedia vom 19.10.17), hier folgen nun Bilder einzelner Preisträger resp. gekrönter Projekte - eine vollständige Vorstellung mit Bildern findet sich > hier.

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 fördert der Sahay Solar Verein Schweiz die Photovoltaiktechnik in Äthiopien. Der gemeinnützige Verein unterstützt die Ausbildung von Lehrpersonen undStudierenden und sorgt für die Installation von Solaranlagen für Schulen und Krankenstationen. Dabei arbeitet er mit der Technischen Universität von Arba Minch (AMU) in Äthiopien, der TessinerFachhochschule (SUPSI) und der Hochschule Luzern (HSLU) zusammen. Bisher konnten u.a. 15 Krankenstationen für ein Einzugsgebiet von 350’000 Einwohner/innen mit Solarstorm ausgestattet und das englischsprachige Lehrmittel «Advanced Solar-Training» erarbeitet werden.

Dieses Einfamilienhaus (EFH) in Tamins/GR besticht durch eine perfekt integrierte, gegen Süden gerrichtete PV-Anlage. Die geschuppten Dachflächen mit monokristallinen Solarzellen sind farblich homogen gestaltet und vorbildlich first-, seiten- und traufbündig integriert. Dadurch fügt sich das PlusEnergie-EFH ideal in das bestehende Ortsbild von Tamins ein. Die 17 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich 22’800 kWh/a und deckt den Gesamtenergiebedarf des PlusEnergie-EFH zu 144%. Das Gebäude weist einen Solarstromüberschuss von 6’920 kWh/a auf. Damit können fünf Elektroautos jährlich 12’000 km CO2-frei fahren.

Das neue Schulhaus in Malters wurde im Oktober 2016 in Betrieb genommen. Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes liegt bei 122’400 kWh/a. Für Warmwasser und Beheizung sorgt eine solarbetriebene Wärmepumpe. Auf dem Dach der Schulanlage wurde eine sorgfältig gestaltete PV-Anlage installiert. Die Details von Lukarnen, Abschlüssen und der Grat des flachgeneigten Daches sprechen für sich. Die dachintegrierte 135 kW starke PV-Anlage erzeugt rund 132’700 kWh/a. Daraus resultiert eine Eigenenergieversorgung von 108%. Gerade Schulhausbauten haben eine vielschichtige Vorbildfunktion. Sie veranschaulichen den Kindern, wie eine saubere und nachhaltige Energiezukunft aussehen wird. 

Das Dreifamilienhaus der Familie Kyburz-Graber in Zell/ZH wurde nach der Typologie eines Flarzhauses entworfen und fügt sich sehr gut in die denkmalgeschützte Dorfkernzone ein. Dank seiner energieeffizienten Bauweise nach Minergie-P-Standard und einer Erdsonden-Wärme-pumpe konsumiert der Ersatzneubau nur rund 15’300 kWh/a. Die 25 kW starke PV-Anlage auf der Südseite des Daches ist vorbildlich integriert und erzeugt 26’300 kWh/a. Damit produziert der PlusEnergieBau 72% mehr Energie, als er im Jahresdurchschnitt gesamthaft benötigt. Mit dem Solarstromüberschuss könnten die Bewohner mit acht Elektroautos jeweils rund 12’000 km CO2-frei fahren. 

Seit Ende Februar 2017 ist die vorbildlich integrierte PV-Anlage der Fussballarena im Schaffhauser Herblingertal in Betrieb. Die in den LIPO Park Schaffhausen integrierte 1.4 MW starke Photovoltaikanlage ist in der Schweiz und europaweit die grösste PlusEnergieBau-Anlage eines Fussballstadions. Sie erzeugt jährlich 1’290’000 kWh und deckt 150% des Gesamtenergiebedarfs von 860’500 kWh/a des Stadions inklusive Einkaufs- und Gewerbezentrum mit einer Energiebezugsfläche von 13’157 m2. Die multifunktionale PV-Anlage besticht im Innern durch eine elegante transluzide PV-Fläche. So sorgt sie für Tageslicht und Schutz der Fussballfreunde vor der Witterung. Mit dem Solarstromüberschuss von 429’500 kWh/a können über 300 Elektrofahrzeuge je 12’000 km CO2-frei fahren.

Text und Bilder: www.solaragentur.ch

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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Solarpreise 2017 vergeben

Am heutigen Donnerstag wurden in der Palexpo Genf die Schweizer Solarpreise und die Norman Foster Solar Awards vergeben. Die e. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, der Genfer Stadtpräsident Rémy Pagani und Regierungsrat Luc Barthassat sowie weitere prominente Persönlichkeiten aus der Schweizer und der europäischen Politik und Wirtschaft gratulierten den diesjährigen Preisträger/innen.   

17 Schweizer Solarpreise für Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten, Sanierungen und Solaranlagen sowie der HEV-Schweiz-Sondersolarpreis 2017 werden in Ihren Regionen vergeben. Hinzu kommt 1 Norman Foster Solar Award (NFSA), 3 Solarpreise für PlusEnergieBauten (PEB) und 16 PEB-Diplome, die alle für Inlandwertschöpfung in Ihrer Region sorgen. Sie sind Schlüssel für eine ökonomische Energiewende. Unter den Gewinnern 2017 sind fünf Welt-Solar-Rekorde:

  • das PEB-Einfamilienhaus Keller in Gerzensee/BE mit der weltweit höchsten Eigenenergieversorgung von 687%
  • die weltweit grösste mit CO2-freiem PEB-Solarstrom betriebene E-Mobilitätsflotte von CKW & Galliker Transport in Altishofen/LU
  • die stärkste und eleganteste solare Powerfassade F. Hoffmann-La Roche in Kaiseraugst/AG
  • das weltweit grösste PEB-Fussballstadion in Schaffhausen/SH und
  • die weltweit grösste, stadionintegrierte PV-Anlage auf einer Fussball- und Hockey-Arena in Biel/BE!

KATEGORIE A: PERSÖNLICHKEITEN UND INSTITUTIONEN

Persönlichkeiten
01 Beat Gerber, Zentralsekretär SSES, 1595 Faoug/VD
02 Anne Kreutzmann, Chefredaktorin PHOTON, Berlin/D
03 Ruedi Lehmann, Solarpionier, 3997 Bellwald/VS
04 Eva und Stephan Leutenegger, 8700 Küsnacht/ZH

Institutionen
05 SI-REN SA – Les énergies renouvelables de Lausanne, 1003 Lausanne/VD
06 SIG (Services Industriels de Genève), 1211 Genf/GE
07 Solare Eissport- und Fussballarena Tissot, 2500 Biel/BE (Welt-Solar-Rekord)
08 Sahay Solar Verein Schweiz, 4054 Basel/BS

KATEGORIE B: GEBÄUDE

Norman Foster Solar Award (NFSA)
09 144%-PEB-EFH Schneller/Bader, 7015 Tamins/GR

NFSA-Diplom
10 108%-PEB-Schulanlage Bündtmättli, 6102 Malters/LU

PlusEnergieBau-Solarpreis
11 172%-PEB-Dreifamilienhaus Kyburz, 8487 Zell/ZH
12 166%-PEB Galliker Transport, 6246 Altishofen/LU (Welt-Solar-Rekord)
13 156%-PEB Caotec – Haustechnik, 7743 Brusio/GR

HEV Schweiz-Sondersolarpreis
14 125%-PEB-Sanierung EFH Luder, 3661 Uetendorf/BE

PlusEnergieBau-Diplome
15 687%-PEB-EFH Keller, 3115 Gerzensee/BE (Welt-Solar-Rekord)
16 237%-PEB-MFH Schefer, 8843 Oberiberg/SZ
17 213%-PEB-Sanierung EFH HaRihs, 3400 Burgdorf/BE
18 208%-PEB-EFH und -Büro Güller, 5436 Würenlos/AG
19 190%-PEB-EFH Zaugg, 3600 Thun/BE
20 176%-PEB-EFH Pfister/Schafroth, 3084 Wabern/BE
21 174%-PEB-Sanierung EFH Gasser, 8155 Niederhasli/ZH
22 156%-PEB-EFH Kaufmann, 3610 Steffisburg/BE
23 150%-PEB-Sanierung MFH Caviezel, 9500 Wil/SG
24 135%-PEB-Supermarkt Migros, 8580 Amriswil/TG
25 124%-PEB-MFH Ebneter, 9050 Appenzell/AI
26 112%-PEB-Sanierung MFH Hächler, 7000 Chur/GR
27 106%-PEB-EFH Dürig, 3127 Lohnstorf/BE

Neubauten
28 156%-PEB Haustechnik Eugster, 9320 Arbon/TG
29 150%-PEB-Fussballstadion, 8207 Schaffhausen/SH (Welt-Solar-Rekord)
30 Solares Hochhaus Grosspeter Tower, 4052 Basel/BS
31 Collège solaire «Le Suchet», Diplom, 1854 Leysin/VD
32 Pilotprojekt EW Jona-Rapperswil AG, Diplom, 8645 Jona/SG

Bausanierungen
33 233%-PEB-Büro Christen, 3613 Steffisburg/BE
34 98%-MFH-Sanierung, 8057 Zürich/ZH
35 Solare MFH-Sanierung Dubois, 8051 Zürich/ZH
36 Solare Abtei St. Otmarsberg, Diplom, 8730 Uznach/SG

KATEGORIE C: ANLAGEN FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN

37 Solares Parkhaus, F. Hoffmann-La Roche AG, 4303 Kaiseraugst/AG (Welt-Solar-Rekord)
38 Solarer Anbau, SBB Cargo, 4132 Muttenz/BL
39 Solares Berggasthaus Gamplüt, 9658 Wildhaus/SG