Samstag, 23. September 2017

Erneut Schweizer Preisträger

Mit Stefan Nowak - seit Jahrzehnten für Forschungsprojekte im Bereich der Solarenergie (Photovoltaik = PV) tätig - erhält erneut ein Schweizer den renomierten Becquerel-Preis 2017. Schon im Vorjahr hatte diesen Christophe Ballif vom Photovoltaik-Labor der EPFL (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne) und vom Photovoltaik-Zentrum des CSEM in Neuenburg gewonnen (siehe Solarmedia-Bericht vom 25. Mai 2016). Nowak wird insbesondere ausgezeichnet für seine Verdienste im Bereich der PV-Integration in das globale Energiesystem.

Der Becquerel-Preis wird seit 1989 von der EU-Kommission an Personen vergeben, die sich in besonderem Masse um die Entwicklung der Photovoltaik verdient gemacht hat. Der Preis würdigt wissenschaftliche, technische oder unternehmerische Leistungen, die kontinuierlich über einen langen Zeitraum erbracht wurden, oder – in sehr seltenen Fällen – aussergewöhnliche Erfindungen oder Entdeckungen. Der Preis gehört weltweit zu den zwei prestigeträchtigsten Auszeichnungen der Branche - und wird erstaunlicherweise wiederum an einen Schweizer verliehen. 

Stefan Nowak erhält die Auszeichnung als Würdigung seiner Verdienste im Bereich der Integration von Photovoltaik Strom in das zukünftige globale nachhaltige Energiesystem. Die Entscheidung des Becquerel Preis Komitees stützt sich hauptsächlich auf seine wegweisende Arbeit in der Entwicklung und in der Führung von internationalen Photovoltaik Forschungs-, Innovations- und Umsetzungsprogrammen. 

Stefan Nowak ist einer der führenden Strategen und Promotoren zielgerichteter europäischer und globaler Zusammenarbeit in der Photovoltaik Forschung, Marktanalyse und Verbreitung. Von besonderer Bedeutung sind seine langjährigen Tätigkeiten als Vorsitzender des Photovoltaikprogramms der Internationalen Energie Agentur (IEA PVPS) und als Koordinator des Solar European Research Area Network (SOLAR-ERA.NET). Stefan Nowak hat damit in der internationalen Diskussion massgeblich zu Glaubwürdigkeit und Stellung der Photovoltaik im künftigen Energiesystem. Hervorgetan hat sich Nowak hierzulande auch als Organisator der jährlichen Photovoltaik-Tagung, die jeweils im Frühling stattfindet.

Die Preisverleihung findet am Montag, 25. September 2017 anlässlich der Eröffnung der European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition in Amsterdam statt. 

Quelle: Netenergy

Mittwoch, 20. September 2017

Riesen-PV-Anlagen übernehmen

Hier kommt eine gute - und gleichzeitig eine schlechte Nachricht aus der Welt der Solarwirtschaft: Riesige Photovoltaik-(PV)-Anlagen entstehen in Staaten, die bis vor kurzem nicht auf dem weltweiten Solar-Atlas figurierten. In anderen Ländern, vornehmlich in Europa, ist (leider) Stillstand angesagt.

Führt man sich eine der Listen zu Gemüte, die die grossen PV-Anlagen in der weiten Welt verzeichnen, reibt man sich in jüngster Zeit die Augen. Da ist einmal die schiere Grösse, in der unterdessen Anlagen bereits realisiert sind - und sich nicht etwa erst im Planungsstadium befinden. 1000 Megawatt (MW) Leistung erreichen je eine der neuesten Konstruktionen in China - und man höre und staune: in Indien (siehe Grafikbox).

 Grafik vergrössern mit Klick auf diese!

Die grössten Anlagen erreichen damit eine Leistung, die in Spitzenzeiten gerade auch einmal Atomkraftwerke stemmen. Wobei die Spitzenleistung in der Solarvariante natürlich nur bei vollem Sonnenschein möglich ist, während das AKW rund um die Uhr läuft - wenn es denn wirklich läuft und nicht grade wegen eines Störfalles oder lange andauernder Sicherheits-Checks ausser Betrieb steht. Das reduziert die Jahresleistung regelmässig um 10 bis 20 Prozent. 

Sei's drum - die jährlich in der weiten Welt zugebaute Solarleistung von bald einmal gegen 100 Gigawatt (GW) Leistung erbringt so oder so viel mehr an neuer Energieproduktion als die noch wenigen neuen AKW, die jährlich fertig gestellt werden. Nicht verwunderlich, dass solche AKW gerade auch in Staaten entstehen, die viel neue Solarleistung zubauen - in erster Linie in China und Indien sowie seit längerem schon in den USA. Die Liste neuer Grossprojekte zeigt weitere Staaten, die bislang nicht unter den führenden Solarnationen zu finden waren, etwa die Philippinen und Chile. Ganz neu gehört auch Brasilien dazu, welches beste Voraussetzungen für die Nutzen der Sonne als Energiequelle hätte. Erst jetzt tritt im lateinamerikanischen Land die Photovoltaik ihren Siegeszug an. Eben wurden zwei Werke mit zusammen immerhin über 500 MW erstellt - weitere sollen in schnellerem Rhythmus folgen (siehe dazu pv-magazine.com). 

Und was fällt auf der Liste der grossen PV-Anlagen weltweit leider eben auch noch auf: Nur noch wenige befinden sich in Europa. Staaten wie Deutschland, Frankreich, Italien befanden sich einst unterden Vorreitern. Aber da galten schon PV-Erzeuger mit unter 100 MW Leistung als gigantisch, dem ist längst nicht mehr so. Nur noch Deutschland mit deren vier und Frankreich mit zwei Werken figurieren überhaupt noch auf der Liste der 50 Grössten weltweit. Das ist aber auch nur noch eine Frage der Zeit, weil all diese Anlagen unterdessen zu den kleineren unter den Grossen gehören.

Donnerstag, 14. September 2017

Dachfläche optimal nutzen

Für das bereits etablierte Photovoltaik-Montagesystem Indach Solrif® bietet die Ernst Schweizer AG gemäss einer Medienmitteilung neu ein eigenes Photovoltaik-Modulsortiment in Top-Qualität an. Die robusten PV-Glas-Glas-Module in drei unterschiedlichen Breiten und gleicher Höhe ermöglichen eine optimale Ausnutzung der Dachfläche und eine maximale Flexibilität bei der Dacheindeckung.

Solrif®, das patentierte Photovoltaik-Montagesystem Indach von Schweizer, macht aus einem rahmenlosen Standardmodul einen Solar-Dachziegel und ersetzt damit die klassische Ziegel-Eindeckung beim Schrägdach. Um die Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der zukunftsorientierten Solarprodukte weiter auszubauen, lanciert Schweizer ein eigenes PV-Modulsortiment. Die neuen PV-Module stammen aus deutscher Produktion und bringen hinsichtlich Qualität, Flexibilität aber auch bezüglich Bautechnik und Lieferzeiten handfeste Vorteile. Auf Wunsch kann Solrif® von Schweizer auch weiterhin als reines Montagesystem bestellt und mit PV-Modulen anderer Hersteller kombiniert werden.

Glas-Glas-Modul bietet Top-Qualität für höchste Ansprüche

Die Anforderungen an eine Dacheindeckung erfüllt das Glas-Glas-Modul durch die hohe Robustheit und Langlebigkeit besonders gut. Die PV-Zellen sind beidseitig durch ein Glas geschützt, damit erhöht sich die Steifigkeit des Moduls und auch die Belastungsgrenze. Bei einer Durchbiegung durch hohe (Schnee-) Lasten wird die Zelle mit deutlich weniger Zugspannung belastet als beim herkömmlichen Glas-Folien-Modul. Somit kann eine deutlich längere Leistungsgarantie von 30 Jahren gewährt werden.

Bessere Flächenausnutzung dank unterschiedlichen Formatbreiten

Die neuen PV-Glas-Glas-Module bieten auch bautechnisch einen klaren Mehrwert: sie sind in drei unterschiedlichen Breiten (mit 48, 54 und 60 Zellen) und der selben Höhe erhältlich. Damit wird die Flächenausnutzung auf dem Dach gesteigert. Die bautechnischen Kombinationsmöglichkeiten bieten also eine optimale Flexibilität. Zusätzlich kann Solrif® auch mit Sonnenkollektoren zur Warmwassergenerierung und Dachfenstern kombiniert werden und es steht ein umfangreiches Zubehörsortiment zur Verfügung.

Ästhetische und pflegeleichte Lösung für Neubau und Sanierung

Die in Schwarz gehaltenen Module und Rahmen sind optisch hervorragend aufeinander abgestimmt und äusserst ästhetisch. Ganz dem Trend entsprechend nach zurückhaltender Farbgebung und Gestaltung, erfüllen sie so die Wünsche von Bauherren und Architekten. Die Modulunterkante hat nur rückseitig ein Rahmenprofil. Dadurch kann Wasser gut abfliessen und Verunreinigungen wegspülen, was wiederum den Ertrag steigert. Jedes Modul kann einzeln ausgehängt und ausgewechselt werden, um eine möglichst hohe Servicefreundlichkeit zu garantieren. Diese Vorteile machen Solrif® mit den neuen, qualitativ erstklassigen und technisch ausgereiften PV-Glas-Glas-Modulen von Schweizer zur ersten Wahl für Bauherren, Installateure, Dachdecker und Elektriker. Warum also noch ein Dach mit herkömmlichen Ziegeln eindecken?

Weiter Informationen unter www.solrif.ch

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Dienstag, 12. September 2017

Auch Kosten für Wechselrichter sinken

Neuartige Topologie senkt Materialkosten für kleine Netzwechselrichter um 22 Prozent / Breites Einsatzspektrum der entwickelten Ansätze / Prototyp bereits im Test. 

Nach gut zwei Jahren umfangreicher Arbeit meldet das Forschungsprojekt LeiKoBa das Erreichen eines wichtigen Zwischenziels: Durch optimierte Bauteile, Bauart und eine verbesserte Grundkonstruktion konnten die Materialkosten für kleine Netzwechselrichter um 22 Prozent gesenkt werden - bei gleichzeitiger Steigerung der Zuverlässigkeit. Mithilfe von computerbasierten Simulationen wurde die Topologie der Wechselrichter maßgeblich verbessert. Dadurch können mehrere Treiber und Leistungshalbleiter eingespart werden, was zu einer signifikanten Senkung der Kosten führt. "Das Ergebnis ist ein schönes Beispiel dafür, wie durch Topologieoptimierung Materialkosten eingespart werden können und damit die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden kann. Allerdings bedarf dies intensiver Innovationen, die nur innerhalb von Forschungsprojekten realisiert werden können", sagt Projektkoordinator Michael Müller, Head of Research bei Steca Elektronik GmbH. 

Das über knapp vier Jahre bis Herbst 2018 laufende Projekt LeiKoBa ist eines von 13 Projekten der Initiative "F&E für Photovoltaik", mit der die Bundesregierung im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramm die Entwicklungsanstrengungen der Photovoltaik-Industrie in Deutschland unterstützt. An LeiKoBa arbeiten neben dem Systemtechnikhersteller Steca Elektronik das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg sowie die Hochschule Kempten. Die Partner aus Wissenschaft und Industrie verfolgen neuartige Ansätze zur signifikanten Steigerung der Funktionalität bei gleichzeitiger Kostenreduktion von Systemtechnik für Photovoltaikanlagen. Die neuen Entwicklungen sollen auf breiter Basis eingesetzt werden können; von netzgekoppelten Systemen über Eigenverbrauchssysteme bis hin zu Hybridsystemen mit und ohne Batteriespeicher. Das übergeordnete Ziel der Forscher ist eine erhebliche Steigerung des Wirkungsgrads bei deutlicher Kostenreduktion. 

Im nun beendeten ersten Arbeitspaket haben sich die Forscher vor allem auf die Topologie des Wechselrichters konzentriert. Durch die anwendungsnahe Forschung kann bereits jetzt die entwickelte Topologie in einem Prototyp getestet und vermessen werden. „Durch die enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wie sie in der F&E für Photovoltaik realisiert wurde, ist eine besonders effiziente Identifikation von Innovationen und deren Umsetzung so möglich, dass eine Realisierung in Serienprodukten zeitnah möglich wird. So kann der Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland international gestärkt werden und Arbeitsplätze gesichert werden“, sagt Projektkoordinator Michael Müller, Head of Research bei Steca Elektronik GmbH. In weiteren Arbeitspaketen kommen alternative Materialien wie Halbleiter aus Siliciumkarbid (SiC) und innovative Gehäusekonzepte in den Fokus der Forscher. Damit wollen sie noch weitere Kostensenkungen realisieren. 

Über Solarstromforschung

F&E für Photovoltaik - oder kurz: Solarstromforschung - ist eine Maßnahme im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung und des Förderprogramms Photonik Forschung Deutschland. Über die Förderinitiative "F&E für Photovoltaik" unterstützen das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesforschungsministerium (BMBF) die Forschungsanstrengungen der Photovoltaik-Industrie in Deutschland über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt rund 50 Mio. Euro. Dabei erhalten mehr als zehn Forschungsvorhaben eine finanzielle Unterstützung für ihre bis 2017/2018 laufenden Projekte. Das Ziel der Solarstromforschung ist, Geschäftsmodelle mit Wertschöpfungsketten am Standort Deutschland im Verbund von Industrie und industrienahen Dienstleistungen voranzutreiben. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Branche soll mittel- und langfristig gesichert und ausgebaut werden.

Montag, 11. September 2017

Das Video zum Faltdach


Die IBC realisierte mit dem Grüscher Jungunternehmen dhp technology das weltweit erste Solar-Faltdach über einer Kläranlage. Zukunftsweisend wird bei dieser Photovoltaik-Anlage Strom dort produziert, wo er gebraucht wird. Unterstützt wird dieses Projekt vom Bundesamt für Energie und von der Stiftung für Innovation, Entwicklung und Forschung Graubünden. Dieses Solarkraftwerk leistet ab 2017 einen wichtigen Beitrag zur sinnvollen Nutzung von neuen erneuerbaren Energien und somit zur Umsetzung des Energiekonzeptes 2020 der Stadt Chur.

Quelle   südostschweiz | Victoria Sutter 2017

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Freitag, 8. September 2017

Energieeffizienz gefördert

Die Kantone leisten mit ihren kantonalen Förderprogrammen einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit zur Erreichung der Energie- und CO2-Ziele des Bundes. Dies zeigt die Studie zu den Wirkungen der kantonalen Förderprogramme im Jahr 2016.

Im Jahr 2016 wurden in 25 Kantonen (ausser im Kanton Schaffhausen) Beiträge an Massnahmen zur Förderung der Energieeffizienz in Gebäuden, erneuerbaren Energien, der Abwärmenutzung und der Gebäudetechnik geleistet. Die Studie «Wirkungsanalyse kantonaler Förderprogramme» bescheinigt den kantonalen Förderprogrammen wie in den Vorjahren eine hohe Wirkung und einen guten Leistungsausweis:
  • Im Berichtsjahr 2016 zahlten die Kantone im Rahmen ihrer Förderprogramme 93 Mio. CHF (inklusive Globalbeiträgen des Bundes) aus (2015: 103 Mio. CHF).
  • Es wurde eine energetische Wirkung von 8000 Millionen Kilowattstunden (kWh) bezogen auf die ganze Lebensdauer der Massnahmen erzielt (2015: rund 8800 Millionen kWh).
  • Die Reduktion des CO2-Ausstosses betrug 1,45 Millionen Tonnen CO2 bezogen auf die ganze Lebensdauer der Massnahmen (2015: 1,62 Millionen Tonnen CO2).
  • Die Energie- und CO2-Wirkung pro ausbezahltem Förderfranken für direkte Massnahmen nahmen gegenüber dem Vorjahr zu (2015: 97 kWh/CHF; 18,0 kg CO2/CHF; 2016: 101 kWh/CHF; 18,2 kg CO2/CHF).
  • Es wurden 304 Millionen Franken an energetischen Investitionen ausgelöst (2015: 356 Millionen Franken).
  • Die Beschäftigungswirkung betrug 2770 Personenjahre (2015: 2810 Personenjahre).
  • Wesentliche Anteile der direkten Fördermittel flossen in die Förderung von MINERGIE-Bauten, Wärmepumpen, Sonnenkollektoren, automatischen Holzfeuerungen sowie in die Gesamtsanierung von Bauten.

Das Bundesamt für Energie und die Konferenz kantonaler Energiedirektoren veröffentlichen heute die folgenden zwei Berichte:
Globalbeiträge an die Kantone nach Art. 15 EnG: Wirkungsanalyse kantonaler Förderprogramme - Ergebnisse der Erhebung 2016
INFRAS, Zürich: Donald Sigrist, Stefan Kessler;
Vertrieb: BFE, 3003 Bern, Tel. 058 462 56 53, bellinda.tria@bfe.admin.ch
Stand der Energiepolitik in den Kantonen 2017
BFE, Sektion Gebäude, Bern;
Vertrieb: BFE, 3003 Bern, Tel. 058 462 56 53, bellinda.tria@bfe.admin.ch
Der Bericht enthält Informationen zur aktuellen Energiepolitik in den Kantonen sowie über deren Aktivitäten in den Bereichen Strategie, Gesetzgebung, indirekte und freiwillige Massnahmen sowie Förderung. 

Adresse für Rückfragen:
Hansruedi Kunz, Präsident der Konferenz kantonaler Energiefachstellen, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft AWEL, Kanton ZH, Tel. 043 259 42 72
Thomas Jud, Sektion Gebäude, BFE, Tel. 058 462 56 61

Fragen im Zusammenhang mit der Förderung der Energie- und Abwärmenutzung sowie Gesuche um Finanzhilfen sind direkt an die Energiefachstelle des betreffenden Kantons zu richten. Weitere Informationen dazu unter: www.dasgebaeudeprogramm.ch, www.endk.ch oder www.energieschweiz.ch/foerderung.

Quelle: Bundesamt für Energie: http://www.bfe.admin.ch

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Dienstag, 5. September 2017

Zellen dank Rotationsdruck

Solarforscher wollen mit Rotationsdruck die Herstellungskosten von Silizium-Solarzellen deutlich senken. Tests belegen großes Potenzial der Technologie. Ziel ist es, dank des Rotationsdruckverfahrens einen Durchsatz von 6.000 bis 8.000 Wafern pro Stunde zu erreichen. Das wäre eine Verdopplung im Vergleich zu aktuellen Herstellungsverfahren. 

Prinzipskizze Flexodruckverfahren für die Metallisierung
von Silizium-Solarzellen
(Quelle: A. Lorenz / Fraunhofer ISE)
Nach rund drei Jahren Forschung an neuartigen Verfahren zur Metallisierung von Solarzellen hat das Konsortium des Forschungsprojektes Rock-Star bewiesen: Die günstigeren Rotationsdruckverfahren lassen sich in der Produktion von Silizium-Solarzellen einsetzen. Die Machbarkeitsstudien zur Flexodruck-Vorderseitenmetallisierung sowie zur Rotationssiebdruck-Rückseitenmetallisierung verliefen positiv. Die Entwickler zeigten auf, dass eine unterbrechungsfreie Metallisierung mit beiden technologischen Ansätzen auf Silizium-Solarzellen im Standardformat (156 mm x 156 mm) umsetzbar ist.
Dem Projektteam gelang es, für busbarlose Aluminium (Al) back surface field (BSF) Solarzellen eine unterbrechungsfreie Feinlinien-Vorderseitenmetallisierung zu realisieren. Zudem ist eine anschließende Drahtverschaltung der Solarzellen möglich. „ Die Solarzellen, die wir im Flexodruckverfahren metallisiert haben, erzielen einen Zellwirkungsgrad von bis zu 19,4 Prozent auf monokristallinem Silizium“, erklärt Andreas Lorenz vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE). „Wir konnten zudem ein funktionierendes Demonstrator-Modul mit SmartWire-Drahtverschaltung herstellen. Wir sehen ein großes Potential dieser Technologie, welches durch eine konsequente Optimierung der Druckfluide und des Druckprozesses realisiert werden kann.“

Die Forscher testeten auch ein spezielles Rotationsdruckverfahren für die vollflächige Rückseitenmetallisierung von AI BSF-Solarzellen, das Rotationssiebdruckverfahren. In Bezug auf Schichtdicke und Homogenität erzielten die Solarzellen eine vergleichbare Qualität zu Zellen, die im heute üblichen Flachbett-Siebdruck gefertigt wurden. Mit einem Zellwirkungsgrad von 19,4 Prozent erreichten die im Rotationssiebdruck gefertigten Zellen sogar ein etwas besseres Ergebnis als die Referenzzellen mit Flachbettsiebdruck-Rückseitenmetallisierung.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Vorarbeiten wird nun maschinenbauerisches Neuland betreten und im Rahmen des Verbundprojekts ein Demonstrator für die Hochdurchsatz-Metallisierung mit Rotationsdruckverfahren hergestellt. Die Konzeptarbeit, Konstruktion und letztliche Herstellung der dafür erforderlichen Maschinen liegt in der Verantwortung der ASYS Group und der Gallus Ferd. Ruesch AG. Ziel ist es, dank des Rotationsdruckverfahrens einen Durchsatz von 6.000 bis 8.000 Wafern pro Stunde zu erreichen. Dies wäre eine Verdopplung im Vergleich zu aktuellen Herstellungsverfahren. „Nach den erfolgreichen Vorversuchen wird die Fertigung eines Demonstrators weiter forciert. Anfang nächsten Jahres soll dieser für erste Testreihen zur Verfügung stehen“, erklärt Dr. Friedhelm Hage, Manager Solar Processes bei der ASYS GmbH.

Über das Forschungsprojekt Rock-Star
Das Projekt Rock-Star wird im Rahmen der Initiative „F&E für Photovoltaik“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Rock-Star hat das Ziel, den Einsatz des Rotationsdrucks für die Herstellung von Si-Solarzellen zu evaluieren und entsprechende Verfahren zu entwickeln. Es wurde Ende 2014 gestartet und läuft noch bis September 2018. Das Konsortium des Forschungsprojekts Rock-Star revolutioniert einen kostenintensiven Prozessschritt (Vorder- und Rückseitenmetallisierung) in der Produktion von Silizium-Solarzellen. Dabei werden neue rotative Druckprozesse und innovative Anlagenkonzepte entwickelt. Unter der Federführung der ASYS Solar, dem Technologieführers im Bereich Solarzellenmetallisierungslinien, und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) werden im Rahmen des Forschungsvorhabens Hochdurchsatz-Rotationsdruckverfahren für die kosteneffiziente Metallisierung von Si-Solarzellen evaluiert und geeignete Anlagentechnik entwickelt. Die Entwicklung solcher Metallisierungsverfahren erfordert höchste Präzision bei  Konstruktion und Aufbau entsprechender Druckwerke. Die Gallus Druckmaschinen GmbH bereichert den Forschungsverbund in dieser Hinsicht mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung als weltweit führender Hersteller hochpräziser rotativer Druckwerke sowie industriell hergestellter Siebdruckplatten Gallus Screeny P-Line mit der einzigartigen Flow-Shape Topographie. Die ContiTech Elastomer-Beschichtungen GmbH entwickelt für das Forschungsvorhaben mikrometergenaue, lasergravierte Druckplatten unter der Marke Laserline. Wissenschaftlich und technologisch wird das Projekt vom Fraunhofer ISE und dem Institut für Druckverfahren und Druckmaschinen (IDD) der Technischen Universität Darmstadt begleitet. Als assoziierte Partner begleiten das Projekt die Firmen Hanwha Q Cells GmbH und die Kurt Zecher GmbH mit Know-how im Bereich Solarzellen- und Solarmodulfertigung und der Fertigung von Chrom- und Keramikrasterwalzen.

Über Solarstromforschung
F&E für Photovoltaik – oder kurz: Solarstromforschung – ist eine Maßnahme im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung und des Förderprogramms Photonik Forschung Deutschland. Über die Förderinitiative „F&E für Photovoltaik“ unterstützen das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesforschungsministerium (BMBF) die Forschungsanstrengungen der Photovoltaik-Industrie in Deutschland über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt rund 50 Mio. Euro. Dabei erhalten mehr als zehn Forschungsvorhaben eine finanzielle Unterstützung für ihre bis 2017/2018 laufenden Projekte. Das Ziel der Solarstromforschung ist, Geschäftsmodelle mit Wertschöpfungsketten am Standort Deutschland im Verbund von Industrie und industrienahen Dienstleistungen voranzutreiben. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Branche soll mittel- und langfristig gesichert und ausgebaut werden.

Quelle: www.solarstromforschung.de

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Sonntag, 3. September 2017

PPVX - Meyer Burger vorne


Der Solaraktienindex PPVX stieg letzte Woche um 1,0% auf 1.040 Punkte, der NYSE Arca Oil um 0,3%. Seit Jahresanfang 2017 liegt der PPVX mit +8,0% währungsbereinigt rund 30 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (-22,0%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind SolarEdge Technologies (+118%), die Schweizer Meyer Burger Technology AG (+110%) undJinkoSolar Holding(+87%). Die grössten Gewinner der Woche warenJinkoSolar Holding(+15%) und SMA Solar Technology AG (+14%), die grössten VerliererCanadian Solar (-7%) und JinkoSolar Holding (-6%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 23,8 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+270%) rund 149 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +121%).

Vergrössern mit Klick auf Grafik und Tabelle !

Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu - Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at 

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Freitag, 1. September 2017

E-Mobilität gut fürs Klima

Mehr Elektromobilität soll die Klimabilanz des Verkehrs retten. Notwendiger Baustein dafür ist der stetige Ausbau der erneuerbaren Energien. Nur dann können Elektrofahrzeuge den Klimavorteil gegenüber Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotoren weiter ausbauen. 

E-Fahrzeug der Marke Tesla in Zürich
Bild: Guntram Rehsche
Analysen des Öko-Instituts zeigen, dass Elektromobilität bereits heute eine vorteilhaftere Klimabilanz als konventionelle Fahrzeuge hat. Und das obwohl der heutige Strommix nur zu gut 30 Prozent aus erneuerbaren und noch zu knapp 70 Prozent aus fossilen Energieträgern sowie Kernenergie besteht. In der Zukunft, wenn deutlich mehr Elektromobile statt Benzin- und Dieselfahrzeuge auf den Straßen fahren und es einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung gibt, wird der Vorteil weiter ansteigen. Im Jahr 2030, so die Modellanalysen des Öko-Instituts, stehen jeder Tonne CO2, die für die Nutzung eines Elektrofahrzeugs erzeugt werden müssen, zwei im Verkehr eingesparte Tonnen CO2 gegenüber. 

Zusammenhang EEG – Klimabilanz Elektrofahrzeuge
Elektromobilität wird häufig verstanden als „Fahren ohne klimaschädliche Emissionen“. Faktisch hängt die Klimabilanz jedoch wesentlich von dem zum Fahren genutzten Strom, also dem „Strommix“ in Deutschland, ab. Der Anteil der erneuerbaren Energien darin betrug 2016 32 Prozent. Ihr weiterer Ausbau ist über die Ziele des Klimaschutzplans der Bundesregierung und im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Entsprechend dem EEG sollen die Stromerzeugungskapazitäten aus Sonne, Wind und Wasser im Jahr 2025 40 bis 45 Prozent und 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 betragen. Dadurch ist das EEG das entscheidende Instrument für das Ansteigen des Klimavorteils der Elektrofahrzeuge. 

Steigt die Stromnachfrage – etwa durch eine steigende Nachfrage durch Elektrofahrzeuge – muss mehr erneuerbarer Strom im Rahmen des EEG erzeugt werden, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Dabei ist es im Rahmen des EEG zunächst unerheblich, wer den erneuerbaren Strom produziert. Wichtig ist aber, dass sich die Elektrofahrzeug-Nutzer über die EEG-Umlage an den Kosten beteiligen. Nur dann können sie sich die gestiegene erneuerbare Stromerzeugung zurechnen. 

Bedeutung des freiwilligen Engagements
Die Akteure der Elektromobilität – wie die Automobilwirtschaft, Energieversorger oder Fahrzeugnutzer – können auch selbst aktiv werden und den Ausbau von erneuerbaren Energien für die Elektromobilität vorantreiben. Ein zusätzlicher Ausbau außerhalb des EEG führt jedoch in Deutschland zunächst nur dazu, dass weniger Zubau innerhalb des EEG erfolgen muss, um die politisch gesteckten Ziele zu erreichen. Das relative Ausbauziel für die erneuerbaren Energien erhöht sich nicht. Somit wirkt das EEG hier als Deckel für den Anteil der erneuerbaren Strommengen und die Treibhausgasminderungen. „Die relativen Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland bleiben zwar gleich“, sagt Peter Kasten, Experte für Elektromobilität am Öko-Institut, „wir begrüßen den freiwilligen Ausbau dennoch, weil so die Ziele des EEG schneller erreicht werden.“ 
 
Empfehlungen für mehr Klimaschutz durch Elektromobilität
Zugleich sollte die Bundesregierung, so die Experten des Öko-Instituts, die Ausschreibungsmengen für den Ausbau der erneuerbaren Energien im EEG nach oben anpassen. Diese geben vor, in welchem Umfang Wasser-, Solar-, Windenergie erzeugt wird. Kasten sagt dazu: „Wenn durch die Elektromobilität künftig der Strombedarf wächst, müssen die benötigten Mengen für den Ausbau der Erneuerbaren insgesamt nach oben gesetzt werden. Nur so kann die Elektromobilität einen stärkeren Beitrag zum Klimaschutz leisten als heute.“  Zudem bestünde die Möglichkeit, die zusätzlichen freiwilligen Ausbaumaßnahmen der Akteure der Elektromobilität nicht auf die nationalen Ziele zum Ausbau der Erneuerbaren anzurechnen. Damit würden im Gesamtsystem mehr erneuerbare Energien hinzukommen; Fahrzeughersteller und -nutzer könnten so einen noch höheren Klimaschutzbeitrag leisten. 

Klimaschutzumlage auf Benzin- und Dieselkraftstoffe
Der Großteil der Treibhausgasemissionen entsteht im Verkehr auch mittelfristig durch die Verbrennung von Diesel- und Benzinkraftstoffen. Um dem Verursacherprinzip Rechnung zu tragen, regen die Wissenschaftler an, eine Umlage auf Benzin- und Dieselkraftstoffe zu prüfen. „Die Nutzer von Elektrofahrzeugen beteiligen sich bereits über die EEG-Umlage des Fahrstroms am weiteren Ausbau der Erneuerbaren“, erklärt Peter Kasten den Ansatz. „Sie tragen damit zur Glaubwürdigkeit der Elektromobilität als Klimaschutzmaßnahme bei. Mit der Umlage auf konventionelle Kraftstoffe würden auch Fahrer von Benzin- und Dieselfahrzeugen einen Beitrag für die Mobilität der Zukunft leisten.“ 

Hintergrundinformationen zum Projekt
In der Studie „Wissenschaftliches Analyse- und Dialogvorhaben zur Sicherstellung des Klimavorteils von Elektromobilität“ für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat das Öko-Institut zwischen 2014 und 2017 die Wechselwirkungen zwischen Elektromobilität und Stromerzeugung analysiert.
Neben Modellanalysen der Stromerzeugung bis zum Jahr 2030 wurden dafür Studien zum Einfluss der Elektromobilität auf das Verteilnetz ausgewertet. Ein Stakeholder-Dialog mit Vertretern aus der Automobil- und Energiewirtschaft, mit Verbrauchervertretern und der Zivilgesellschaft ergänzte die wissenschaftlichen Analysen. Ein aktuelles Diskussionspapier des Instituts fasst Handlungsempfehlungen zur Gestaltung des Beitrags der Elektromobilität zum Klimaschutz zusammen.

Diskussionspapier „Klimavorteil Elektromobilität? Handlungsempfehlungen zur Gestaltung des Beitrags der Elektromobilität zum Klimaschutz“ des Öko-Instituts
 
Studie „Wissenschaftliches Analyse- und Dialogvorhaben zur Sicherstellung des Klimavorteils von Elektromobilität“ des Öko-Instituts

Mittwoch, 30. August 2017

Weltweiter Boom, China voran

Der Solarboom auf dem Weltmarkt ist noch stärker als erwartet. Der Druck auf die Preise lässt wegen der hohen Nachfrage nach.

In China wird mal wieder der Plan für den Ausbau der erneuerbaren Energieträger übererfüllt, wie die Energieagentur Telepolis schreibt. Mindestens 110 Gigawatt (GW) Solarleistung sollen bis 2020 am Netz sein, so die Vorgabe der makroökonomischen Planung. Doch wie es aussieht ,ist dieses Ziel schon so gut wie erreicht, nachdem in den ersten sieben Monaten 2017 bereits 34,9 GW neu hinzugekommen sind. Das wären mehr, als im ganzen 2016 installiert wurden.

Für das ganze Jahr 2017 gehen Beobachter, so berichtet die Informationsplattform für Anleger Sharebis.com, mit 45 GW Solar-Zubau aus. Die Energiebehörde rechne für 2020 inzwischen mit 190 bis 200 GW Solarleistung. Geht man davon aus, dass die Anlagen unter chinesischen Bedingungen zu etwa 14 Prozent ausgelastet sind (1.200 Volllaststunden), dann ließen sich damit grob geschätzt etwa vier Prozent des chinesischen Strombedarfs abdecken. Das zeigt, dass trotz der beeindruckenden Zahlen die Entwicklung noch ganz an ihrem Anfang steht. Trotzdem ist der Zubau bereits eine Herausforderung. Die Volksrepublik kämpft mit erheblichen Problemen, Solar- und Windkraftanlagen in das Netz zu integrieren. Zum einen wurde das Netz bisher sehr unflexibel gesteuert und dem sauberem Strom nicht immer Vorrang eingeräumt. Doch das scheint sich inzwischen gebessert zu haben.

Zum anderen ist aber auch die Übertragung in dem Land von der ungefähren Größe Europas oft ein Problem. Die Netze sind in der Regel auf Provinzebene organisiert – wobei chinesische Provinzen meist in ihrer Größe und Bevölkerung europäischen Staaten entsprechen –, und viele der großen Solar- und Windparks stehen fernab der großen Verbrauchszentren.

Abhilfe könnte die Hochspannungs-Übertragung in Gleichstromleitungen bringen. Diese hat den Vorteil, dass der Strom über große Entfernungen mit vergleichsweise geringem Verlusten fließen kann. Die Zeitung Shanghai Daily berichtet nun, dass in diesem und im nächsten Jahr neun solcher Leitungen verlegt werden sollen. 

Derweil führt der unerwartet starke Ausbau in China dazu, dass sich die Überproduktion, über die hiesige Hersteller noch vor einem knappen Jahr gestöhnt haben, in Luft auflöst. Von 30 GW Überkapazitäten an Solarpanelen bei einer Nachfrage von 65 GW sprach seinerzeit Milan Nitzschke, Präsident der europäischen Hersteller-Organisation EU ProSun und Vize-Präsident der SolarWorld AG gegenüber Telepolis. Real betrug die Nachfrage 2016 dann jedoch nicht ganz 80 und in diesem Jahr womöglich schon 90 GW.

Aus Indien berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dort machten sich potenzielle Solarpark-Betreiber bereits Sorgen, weil die Preise für Solaranlagen langsamer als erwartet fallen. Dadurch geraten ihre Kalkulationen für die zum Teil sehr niedrigen Strompreise durcheinander, die sie in Ausschreibungen zugesagt haben.

Längerfristig bedeutet das aber auch, dass die Massenfertigung neue Ausmaße annimmt. Das heißt, sie wird sich weiter verbilligen, und die nächste kleine oder auch größere Überproduktionskrise wird dann in vielleicht zwei Jahren die Preise weiter drücken. Vielleicht wird sich dann damit auch die Auseinandersetzung um ein Kohleausstiegsgesetz erübrigen. Es sei denn, die künftige Mehrheit in Bundestag denkt sich eine Art Artenschutzgesetz für die fossilen Energieträger aus, um deren Leben den Konzernen zum Gefallen und dem Klima zum Schaden künstlich zu verlängern.

Quelle: heise.de / telepolis

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Dienstag, 29. August 2017

100 Prozent EE weltweit

Die Energiewende rechnet sich - Sie kostet weniger als das Festhalten an "alten" fossilen Systemen.

Eine neue Studie zeigt: Im Jahr 2050 könnten 139 Länder problemlos ihre gesamte Energie rein aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Das Schöne daran: Der Strom könnte sogar billiger als heut erzeugt werden, mit Effizienz kann der globale Verbrauch halbiert werden und gleichzeitig würden Millionen Menschen neue Jobs haben. 

In der Studie ‘100% Clean and Renewable Wind, Water, and Sunlight All-Sector Energy Roadmaps for 139 Countries of the World’ Joule, 23.8.2017  sind die Details klar dargelegt.


100 Prozent erneuerbare Energie: Technisch machbar und sogar relativ schnell


Der Klimawandel zeigt schon jetzt seine Auswirkungen. Ein Extremsommer, Orkane und mehr zeigen, dass rasch gehandelt werden muss. Die aktuelle US-Studie zeigt auf, dass ein Umstieg möglich ist, und zwar weit schneller, als manche das heute glauben.


Der Umweltingenieurswissenschaftler Mark Z. Jacobson von der Stanford University in den USA bringt es gemeinsam mit seinen Kollegen auf den Punkt: Bis 2050 können 139 Nationen ihren Energiebedarf rein mit erneuerbare Energien selbst erzeugen, das zahlt sich auch bei den Kosten aus. Es spart langfristig Geld für die Volkswirtschaft. ‘Die von uns untersuchten 139 Nationen sind für 99 Prozent des globalen CO2-Aufkommens verantwortlich’, so die Autoren der Studie. Sie haben die Daten von Ländern wie Indien, China, die USA, Russland u.a., darunter auch Österreich, erhoben und ihre Zahlen zeigen beeindruckend auf, dass wir den Umstieg eigentlich tun können.


‘Politiker handekn meistens so lange nicht, bis die Wissenschaft eindeutig aufzeigt, dass es geht. Das ist der Grund, warum wir es mit dieser Studie aufzeigen’, meint dazu Mark Z. Jacobson. In der Studie wurden nationale Daten zu den Hauptverbrauchern Verkehr, Strom Heizen/Kühlen, Industrie, Land- und Forstwirtschaft und zur Fischerei erfasst. In Regionen, in denen eher wenige Bewohner mehr Land bewohnen (Z.B. in den USA, in China und in der EU geht die Energiewende leichter als in stark besiedelten Städten, aber machbar ist sie. Für Österreich schlagen die Stanfordforscher beispielsweise in ihrem Szenario im Strombereich 80 % der Investitionen in Solar- und Windenergie vor, nur mehr wenig für Wasserkraft.

‘Es ist natürlich das nicht der einzige Weg, wie eine globale Energiewende umgesetzt werden kann. Aber ein konkreter Fahrplan gibt eine mögliche Richtung vor, in die es gehen kann.’ so der Forscher. In ihrem Szenario für das Jahr 2050 zeigen sie, was passiert, wenn alle es schaffen und was, wenn nichts geschieht. Im Idealfall sinkt damit sogar der internationale Energiebedarf um rund 42,5 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass Energie aus erneuerbaren Energie meist weit effizienter ist als fossile Energie und weil damit keine Energie mehr für den Transport fossiler Energie sowie für deren Förderung aufgewendet werden muss.

 

Das äußerst Positive ist, dass mit einer vollen Wende rund um die Erde 24 Millionen neue Jobs entstehen und rund vier Millionen Menschen pro Jahr weniger an den Folgen der Luftverschmutzung sterben.
 

Die höchsten Investitionen für eine 100 % Energiewende würde, so die Forscher, China aufwenden, mit umgerechnet rund 22 - 23 Mio. Billionen Euro, an zweiter Stelle läge die USA. Rein rechnerisch, so die Forscher, rechnet sich die Energiewende. Was fehlt sind klare politische Entscheidungen.

Studie "100% Clean and Renewable Wind, Water, and Sunlight All-Sector Energy Roadmaps for 139 Countries of the World"

Quellen: sonnenseite.com /   oekonews.at | holler 2017

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Fragmente (4) Gesamtsystem

Interview mit Anex-Geschäftsgründern Matthias Kolb und Thomas Gautschi

Was bedeutet es, in Zusammenhang mit der Energieversorgung der Endverbraucher in einem Gesamtsystem zu denken?

Steigt mit solchen Gesamtsystemen nicht wieder die Abhängigkeit von einem Grösseren, der die Leute im Rahmen der Dezentralisierung gerade entfliehen wollten.

Sie betonen jeweils, dass die spezifische Situation vor Ort über die konkrete Ausgestaltung dieses Gesamtsystems Energie entscheidet - was ist damit gemeint?

Das Interview wurde bislang aufgrund produktionstechnischer Unwägbarkeiten des Auftragsgebers verschoben - in der Hoffnung, verschoben sei nicht aufgehoben.....

Kasten: Anex und das Gesamtsystem

Kasten mit Bild der Siedlung: Anergie am Fuss des Zürcher Hausbergs - oder auf dem Weg in die 2000Watt-Gesellschaft




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Montag, 28. August 2017

Fragmente (3) zum Monitoring

Die folgenden Textbausteine tragen eine Reihe neuester Erkenntnisse zur Überwachung und Steuerung von erneuerbarem Strom und erneuerbarer Energie zusammen - es handelt sich um Work in Progress.

Manche mögen es nicht hören, aber die ETH hat es in ihrem Zukunftsblog auf den Punkt gebracht: 
Was bringen smarte Assistenten und intelligente Stromzähler, wenn sie der Mensch nicht richtig nuCt? Um etwa die Energiewende zu meistern, braucht es eine Kombination von digitalen Technologien und smartem NuCerverhalten. Hier können die Sozialwissenschaften helfen.   Datei   Smarte Technik braucht smarte Nutzer



Was für ein sonnenreicher Sommer 2017, wie schon 2015 - das bedeutet neuerdings auch bares Geld für jeden, der an PV-Anlage beteiligt. Was wiederum nicht nur reiche Zahnärzte mit Efh oder Grossbauern, sondern neuerdings auch Mieter. Das rechnerisch nachzuweisen, ist allerdings nicht so einfach, sogar private Firmen Wähen es aber - etwa die an ZH-Bahnhofstrasse einquartierte Goldstroem....
  • Ideen für ein lustbetontes Monitoring - denn Wetter ist bekanntlich längst eine Show
  • Bemühungen Versäumnisse Meteotest, BfE
  • Fachleute her - der solare Nachwuchs bei Ekz, so es ihn gibt und gesamt
EKZ - Neue Steuerung: Datei Mit Sonnenenergie intelligent produzieren und eigene Notizen
 
Das Energieunternehmen Energie 360° steht da nicht abseits und hat mit Smartacus eine Lösung entwickelt, die auch eine Mietwohnung zu einem intelligenten Heim verwandelt. Der Energieverbrauch wird in Echtzeit analysiert, Stromfresser werden identifiziert und Energiesparmassnahmen aufgezeigt.    Datei Energie 360 Grad lanciert intelligente Energielösung

Das ist so das Minimum, was derzeit möglich ist und so, wie es im Aargau von den AEW angeboten wird: Das vor einem Jahr eingeführte Kundenportal, welches von über 3'000 Kunden aktiv genutzt wird, wird laufend optimiert und mit praktischen Funktionen ergänzt. Kunden mit einem intelligenten Zähler (Smart Meter) können ab sofort ihren täglichen Stromverbrauch einsehen. Nach einmaliger Registration hat der Kunde von überall her und jederzeit Zugriff auf seine persönlichen Daten. Er kann zudem direkt mit seiner Ansprechperson der AEW Kontakt aufnehmen.   

Michael Jastrob zum Monitoring:
T +41 58 359 50 65
M+41 78 758 41 38
michael.jastrob@enpuls.ch


Wohin die Reise gehen kann, zeigt ein Blick nach Japan: Für die Monitoring- und Steuerungsaufgaben setzt die PV–Anlage in Japan die herstellerunabhängige Hard- und Softwarelösung von skytron energy ein: die skylog Datenlogger liefern minutengenaue Wetter- und Leistungsdaten aus allen Teilen der Anlage. Der großzügige Pufferspeicher der Datenlogger hält die Datenerfassung über Wochen aufrecht – auch an Standorten mit unzuverlässiger Internetverbindung. Damit gewährleistet skylog ein hohes Maß an Datensicherheit.    Mail vom 27.7.17

Das Monitoring ist auch bei Minergiehaus angekommen: 
Bei grossen Gebäuden und bei allen Minergie-A Bauten fordert Minergie neu ein Monitoring, als Grundlage für spätere Betriebsoptimierungen. Weitere Neuerungen in den Bereichen Warmwasser, Wärmeerzeugung oder Luftdichtigkeit runden das Paket ab. Am wichtigsten war uns: Minergie muss innovativ, aber einfach bleiben.   
Ausserdem wird Minergie analog zur MuKEn14 eine minimale Eigenstromproduktion fordern, die zu grossen Teilen an die Gesamtenergiebilanz anrechenbar ist. Der Bauherr erhält so maximalen Spielraum, seine Energiebilanz über die Gebäudehülle, die Haustechnik oder eben die Eigenstromproduktion zu optimieren selbstverständlich immer unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben!
Datei energie-cluster newsletter 218
 

Datei Marktstammdatenregister (in D)

Und D hat auch ein allg. 


Informationsportal SMARD ist seit Montag online. Die Bundesnetzagentur will damit aktuelle und für jeden verständliche Strommarktdaten liefern, wie es in einer Mitteilung hieß. „Die Daten sind anwenderfreundlich aufbereitet, so dass auch Laien damit zurechtkommen.siehe auch    https://www.smard.de/home  
Datei    Smard - das neue Informationsportal 

5 Fakten übers Monitoring: Intelligente Stromzähler werden ab 2017 nach und nach Pflicht. Sie schaden vermutlich nicht. Ob sie nutzen, ist allerdings noch ziemlich unklar. Die Gefahren liegen in der zunehmenden Vernetzung und können kaum durch Regulierung gelöst werden > Zeit 4.9.17.

PV-Anlagen mit Smartmetern steuern: Das Projekt in Bayern wird durch das Programm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ gefördert. Es geht darum, Musterlösungen zu entwickeln, um die Integration von erneuerbaren Energien im Stromnetz zu verbessern > pv-magazine.de.

Energieeffizienz pusht Smart-Home-Markt: Das Energiemanagement sowie die Licht- und Fenstersteuerung werden bis 2022 die wichtigsten Segmente des Smart-Home-Marktes sein. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little und des Verbands der Internetwirtschaft eco hervor > pv-magazine.de.

Amprads neuester Streich - in Deutschland: https://www.pv-magazine.de/2017/09/12/ampard-und-e2m-vermarkten-primaerregelleistung-aus-photovoltaik-heimspeichern-in-deutschland/

Texte 170911:
Das Smart Home gibt es nicht nur als aufwendige Lösung für Neubauten. Preiswerte Module, die sich zentral steuern lassen, sind auch für die Nachrüstung verfügbar.

Kasten: Anergienetz - nicht vergessen, es geht nicht nur um Strom - Info Anex
 
 



© Guntram Rehsche / Solarmedia

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Fragmente (2) zur Speicherung

Die folgenden Textbausteine tragen eine Reihe neuester Erkenntnisse zur Speicherung von erneuerbarem Strom und erneuerbarer Energie zusammen - es handelt sich um Work in Progress.

Gibt es sie nun schon in der Praxis - oder ist die geeignete Speichertechnik immer noch nur ein Gefasel von Fantasten, wie es etwas die Gegner der ES im Abstimmungskampf behaupteten. Die Nzzas hat sich auf die Spurensuche gemacht. Und ist fündig geworden. 
  • Beispiele von Klein- aber auch Grossanlagen von EKZ und ewz
  • Anergienetze unter Einbau von Gautschi hier (s.o.)
Datei Bloomberg - Wind und Sonne drängen Kohle aus dem Markt - Wie ist das nur möglich? Mit den gesunkenen Preisen natürlich, aber auch mit dem definitiven Aufkommen der Speichertechnologie. Das gilt weltweit, von den USA über D bis zur Schweiz - in letzterer allerdings nur bedingt, weil sich die Förderung hier im Nichtstun erschöpft.

Konkrete Situation in D: Datei   PV-Speicherung hat konkreten Einfluss  -  61000 Speicher in D Ende April 2017

Lichtblick installiert ersten Grossspeicher von Tesla in Hamburg: Das Traditionsunternehmen Schlüter & Maack wird Tesla Powerpack nutzen, um Spitzen beim Energieverbrauch zu kappen. Nach Erwartungen von Lichtblick kann es damit tausende Euro Stromkosten jährlich einsparen.    https://www.pv-magazine.de/2017/08/23/lichtblick-installiert-ersten-grossspeicher-von-tesla-in-hamburg/

Datei Commercial energy: KWh schon für 10 €cent -


At the EES in Munich, more and more companies were exhibiting commercial energy storage systems. Most of them have a modular design, so the current buffer has to fit optimally to the customer. An interesting business model is to shave load peaks.

(http://gentner.adspirit.de 

Und in D funktioniert das wirklich, wie IBC-Rechnung zeigt:   Datei    Grafik Eigenverbrauch

Datei    Grafik Eigenverbrauch - Seite 3    >>> Grafik


Und was IKEA in GB anbietet - Datei    Ikea und Solarcentury

Datei Elektro-Autos - Kraftwerk im Haus:
Elektroautos könnten künftig auch in das Energiemanagement eines intelligenten Hauses eingebunden sein. Honda testet das gerade im Großraum Tokio in einem Pilotprojekt. 

So komfortabel wie in D geht es noch nicht, wie das folgende Bsp. belegt: 


Mit dem NATURSTROM SonnenDach und SonnenSpeicher können Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt hausgemachten Strom beziehen, ohne die Anfangskosten stemmen oder sich um die Wartung kümmern zu müssen.   Datei Energiewende für Zuhause

ZB Varta Storage mit 400 Systemen in CH - Datei Varta
 
Auch die CH hat ihre Speicherproduzenten, etwa Powerball: Die Photovoltaik-Speichersysteme des Schweizer Herstellers Powerball Systems sind nun auch in der neuen und erweiterten pv magazine-Marktübersicht Batteriespeicher 2017 vertreten. Sie sind mit nutzbaren Speicherkapazitäten zwischen 3,5 und 96 Kilowattstunden erhältlich.  In den AC-gekoppelten Powerball-Stromspeichern kommen Blei-Kalzium-Akkus zum Einsatz. Diese haben dem Hersteller zufolge verschiedene Vorteile gegenüber Lithium-Ionen-Akkus. So hätten die Batterien unter anderem  eine besonders hohe Temperaturtoleranz, einen günstigen Preis und eine bessere Nachhaltigkeit. Letztere zeichne sich zum einen dadurch aus, dass die zum Einsatz kommenden Grundstoffe reichlich verfügbar seien, zum anderen lasse sich die Batterie zu 99 Prozent recyceln.   https://www.pv-magazine.de/2017/08/23/powerball-jetzt-auch-in-neuer-heimspeicher-marktuebersicht-2017/

Einen grossen Schritt mit grossen Batterien hat das EKZ getan - siehe Solarmedia-Bericht. Abgesehen davon, dass diese Batterie der Bereitstellung von Regelenergie zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage dienen soll - und in dieser  Funktion gemäss ??? vom EKZ auch schon wirtschaftlich arbeitet - liegt die Zukunft der Speicherung wohl in solchen grösseren Anlagen, etwa für ganze Siedlungen oder sogar Quartiere. Der Aufwand liesse sich wohl bedeutend reduzieren, wenn auch entsprechende Pilotanlagen noch weitgehend fehlen - ausser für Modellsiedlungen wie etwa Mehr als Wohnen ??? siehe Stefan ???
Unterlagen EKZ bauen grössten Batteriespeicher der Schweiz - mit Frau Varga.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah: Vor allem in Deutschland haben mit dem wachsenden Markt (bereits über 60'000 verkaufte Solarspeicher) die Batterieproduzenten vorwärts gemacht - so etwa Solarwatt: Seit 1. August liefert SOLARWATT wie angekündigt seinen im Frühjahr vorgestellten Stromspeicher MyReserve Matrix an seine Kunden aus. Die ersten Installationen des modular aufgebauten Speichers wurden in den vergangenen Tagen erfolgreich durchgeführt. SOLARWATT-Premiumpartner Thomas Becker von ATB Becker gehört zu den ersten, die den MyReserve Matrix erhalten haben: „Das Speichergeschäft ist für mich sehr wichtig, allein in Österreich verbauen wir gemeinsam mit unseren Partnern circa 200 MyReserve-Speicher pro Jahr. Um die Systemkosten überschaubar zu halten, ist eine einfache Montage notwendig. Wir haben bis jetzt keinen Speicher gesehen, der sich so einfach und unkompliziert installieren lässt.“  Pünktlich zum Lieferstart des MyReserve Matrix erweitert der Dresdner Solarpionier nun auch seine Garantiebedingungen. Die marktübliche Begrenzung der Garantieleistungen ab einer bestimmten Zyklenzahl gibt es bei SOLARWATT-Speichern nicht. „Dank der leistungsfähigen Zellen und unseres intelligenten Batteriemanagements ist die Anzahl der Lade- und Entladezyklen unerheblich für die Lebensdauer der Batterie“, so Dr. Olaf Wollersheim, Geschäftsführer des Technologiezentrums SOLARWATT INNOVATION.  „Wir möchten das Kapitel Zyklen endgültig schließen. Eine richtig ausgelegte Batterie erreicht heutzutage ihr Lebensende durch ein hohes kalendarisches Alter und nicht durch das Überschreiten einer fiktiven Höchstzahl an Zyklen.“ Die 1993 gegründete und weltweit tätige SOLARWATT GmbH mit Sitz in Dresden ist der führende deutsche Hersteller von Photovoltaiksystemen. Das Unternehmen ist europäischer Marktführer bei Glas-Glas-Solarmodulen und gehört zu den größten Anbietern von Stromspeichern. Alle Produkte werden in Deutschland hergestellt und überzeugen durch Premiumqualität. Seit mehreren Jahren kooperieren BMW i, Bosch und E.ON mit dem Mittelständler, der mittlerweile international mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt.    Mail vom 15.8.17 

Solarstromspeicher tragen maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei, weil damit Stromnetze stabilisiert werden und der immer günstigere saubere Solarstrom zeitunabhängig zur Verfügung steht. Wie effizient und wirkungsvoll die einzelnen Stromspeicher arbeiten, ist auf Basis von klassischen Systemwirkungsgradangaben nicht zu ermitteln. Jetzt ist es Wissenschaftlern der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin im Forschungsprojekt LAURA gelungen, mit dem System Performance Index (SPI) eine neue Effizienzkennzahl zu entwickeln. Diese simulationsbasierte Vergleichsgröße bewertet den ökonomischen Systemnutzen und macht erstmals die Energieeffizienz von Photovoltaik-Batteriesystemen mit unterschiedlicher Batterieanbindung (Systemtopologie) und unterschiedlicher Batteriegröße vergleichbar.   Mail vom 10.8.17

Kurs Energiespeicher - Unterlagen in Mail vom 27.6.17 - u.a. von Vezzini, Jenni, Müller Dominik

Das Ende der Fahnenstange ist bei 100%-Autarkie, wenn das auch kaum jemand direkt anstrebt -
Video: Martin Hackl, Leiter der Division Solar Energy von Fronius, stellt eine neue Lösung für die regenerative Versorgung mit Strom und Wärme im Einfamilienhaus vor. Mit dem Fronius Hochvolt-Batteriespeichersystem in Kombination mit einer Solaranlage und einem Pellet-betriebenen Mikro-BHKW kann man im Sommer und Winter weitgehende Autarkie erreichen.   Datei   Fronius geht in Richtung 100% Autarkie

EE brauchen Wärmespeicher - Datei gleichen Namens von Solarmedia

Schwamendingen dank Grossflächenkollektoren - Datei gleichen Namens

Anfangs September begann sie also, die Batterieproduktion bei Tesla, siehe: Tesla described the test production as an “interim milestone” and told AP that it expects to begin ramping production by the end of the year > https://pv-magazine-usa.com/2017/09/05/tesla-begins-production-of-solar-cells-at-buffalo-gigafactory/ .

E3/DC in Schweiz erfolgreich: Nachdem der Absatz in der Schweiz in der ersten Jahreshälfte deutlich anstieg rechnet der Speicherhersteller E3/DC dort für das Gesamtjahr mit bis zu 400 verkauften Systemen > pv-magazine.de.
siehe auch: https://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2017/kw36/e3dc-baut-private-sektorenkopplung-aus.html